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Bronzezeit

Von: Dr. Angelika Hofmann
Zwischen Stein- und Eisenzeit liegende vorgeschichtliche Zeitepoche, die sich in Mitteleuropa in etwa vom späten 3. Jt. v. Chr. bis zum frühen 1. Jt. v. Chr. erstreckt.

Zwar wurden bereits in den jüngeren Abschnitten der Jungsteinzeit gediegene Metalle wie Gold oder Kupfer verarbeitet, doch setzte sich erst in der B. die Metallverarbeitung in großem Stil durch, wobei das weiche und spröde Kupfer von der robusteren, meist aus Kupfer und Zinn legierten Bronze abgelöst wurde. Wichtige gesellschaftliche Folgen waren eine zunehmende Arbeitsteilung und eine damit verbundene starke soziale Differenzierung. Die Erschließung teilweise weit voneinander entfernter Erzlagerstätten führte zur Ausbildung eines weitreichenden Handels- und Kontaktnetzwerkes, was eine Verdichtung der Kulturbeziehungen nach sich zog. Die B. wird gewöhnlich in drei große Zeitabschnitte, einen frühen, mittleren und späten Abschnitt, unterteilt, die sich wiederum noch weiter untergliedern lassen. Besonders im Sachgut und den Bestattungssitten werden dabei auch regionale Unterschiede deutlich, die zur Definition verschiedener Kulturgruppen geführt haben. Innerhalb Deutschlands teilweise sehr stark voneinander abweichende regionale Entwicklungen haben eine sehr uneinheitliche Terminologie und relativchronologische (relative Chronologie) Untergliederung zur Folge. So finden in den von süddeutschen Entwicklungen geprägten Gebieten die Zeitstufenkürzel B. A–D sowie Hallstatt A–B Anwendung, während in den vom Nordischen Kreis geprägten Regionen eine Einteilung in Perioden (Per. I–VI) erfolgt. Zu den bedeutendsten Kulturgruppen der Früh-B. (2300/2200 v. Chr.–1600/1500 v. Chr.) gehören in Süddeutschland die Straubinger sowie die Adlerberg Kultur, wohingegen in Mitteldeutschland die Aunjetitzer Kultur ansässig war. Einen gravierenden Unterschied zwischen den süddeutschen Kulturen und dem Aunjetitzer Raum stellt die Fertigungstechnik der Bronzen dar. Während letztere massiv gegossene Objekte bevorzugte, gehörten erstere zu einem sich entlang der Donau erstreckenden so genannten »Blechkreis«, für den getriebene Blecharbeiten kennzeichnend waren. Erst später setzt in Norddeutschland die Nordische frühe Bronzezeit (1800 v. Chr.–1500 v. Chr.) ein. Während des mittleren Abschnittes (1600/1500 v. Chr.–1300/1200 v. Chr.) der B. existierte in Süddeutschland die Hügelgräberkultur, während in Norddeutschland die Nordische ältere B. existierte. Dazwischen beheimatete Kulturen, wie etwa die Lüneburger oder Stader Gruppe, waren unterschiedlich starken Einflüssen aus Nord und Süd ausgesetzt. Für den Spätabschnitt der B. (1300/1200 v. Chr.–800 v. Chr.) sind, neben der Nordischen B. in ihren mittleren und jüngeren Abschnitten, in Süddeutschland die Urnenfelderkultur, in Mitteldeutschland die Lausitzer Kultur von besonderer Bedeutung.

Buchrezension:
Lebensadern des Imperiums

Straßen im Römischen Reich Stuttgart: Konrad Theiss Verlag 2010, 160 Seiten, 123 farb. Abb., 6...


AiD-Lexikon:
Subatlantikum (2000 v. Chr.–Gegenwart)

Dem Subboreal folgender Abschnitt des Holozäns, das von schwankenden Phasen geprägt ist.


TV-Tipp:
Die Botschaft der 12. Etruskerstadt

Reihe Terra X
Mittwoch, 8. September 2010
20:15 - 21:00 Uhr
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Tod auf der Schippe

oder was Archäologen sonst so finden