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Ustine / Ustrine

Von: Dr. Joachim Wahl
(abgeleitet von lat. ustulare: verbrennen) Als U. wird ein speziell ausgewiesener Verbrennungsplatz bezeichnet, der sich inmitten oder am Rande eines Brandgräberfeldes befindet.

Auf größeren Nekropolen gibt es meist mehrere U. Sie dienen ausschließlich zur Einäscherung der Verstorbenen. Knochenreste in unmittelbarer Umgebung einer U. können der Unachtsamkeit der Bestatter zugeschrieben werden, die nach dem Abbrennen des Scheiterhaufens nicht mit ausreichender Sorgfalt vorgegangen sind. Auf diese Weise können auch Brandknochen einer vorher stattgefundenen Verbrennung in einen Leichenbrand geraten. In solchen Fällen spricht man von Leichenbrandverschleppung. Das Areal im Bereich der U. weist häufig Spuren von Verziegelung auf, da derselbe Platz immer wieder für den Aufbau neuer Scheiterhaufen verwendet wurde. U. sind entweder ebenerdig, mit Mäuerchen aus Bruchsteinen o.ä. umgebene Gevierte mit oder ohne zentraler Grube, oder als gemauerte Plattformen ausgeführt. Es oblag den »ustores«, Holz bereit und das Feuer in Gang zu halten.

Buchrezension:
Lebensadern des Imperiums

Straßen im Römischen Reich Stuttgart: Konrad Theiss Verlag 2010, 160 Seiten, 123 farb. Abb., 6...


AiD-Lexikon:
Subatlantikum (2000 v. Chr.–Gegenwart)

Dem Subboreal folgender Abschnitt des Holozäns, das von schwankenden Phasen geprägt ist.


TV-Tipp:
Die Botschaft der 12. Etruskerstadt

Reihe Terra X
Mittwoch, 8. September 2010
20:15 - 21:00 Uhr
ZDFneo

Habelt
map_2 Heft 3/2010 Heft 4/2010 Heft 5/2010
Buch-Tipp:
Tod auf der Schippe

oder was Archäologen sonst so finden