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Buchrezension

Mumien, Tempel, Pharaonen

Barbara Mertz

– Eine Geschichte des alten Ägypten

Stuttgart: Theiss Verlag 2012, 324 S., 19 Abb., 2 Karten, 29,95 Euro

Das Alte Ägypten übte immer schon eine große Faszination aus. Seit zwei Jahrhunderten ist es Ziel intensiver Forschungen; unzählige Bücher sind bereits zu diesem Thema erschienen. Wer aber meint, die vorliegende Publikation sei nur ein weiteres nüchternes Werk, das sich mit der ägyptischen Geschichte beschäftigt, wird schnell eines Besseren belehrt. Barbara Mertz, promovierte Ägyptologin und Krimiautorin in einer Person, ist in der Lage, die Entwicklung dieser alten Kultur spannend sowie abwechslungsreich zu erzählen. Sie nimmt den Leser mit auf eine interessante Reise durch die Jahrtausende, in der das Land der Pharaonen Höhen und Tiefen erlebte. Den Bogen spannt sie dabei von den Anfängen, als Ägypten noch von einzelnen Stämmen bevölkert wurde, über die Reichseinigung und die Zeit der Pyramidenbauer Snofru und Cheops, bis hin zu den Ramessiden, Saiten und Ptolemäern. Einen Schwerpunkt legt die Autorin auf die Zeit des Echnaton, der in der 18. Dynastie für eine religiöse Revolution sorgte, als er die bis dahin gefestigten Vorstellungen durch die Einführung (s)eines einzigen Gottes Aton, der Sonnenscheibe, durcheinanderwirbelte. Barbara Mertz stellt in ihrem Buch auch die unterschiedlichen Auffassungen der Ägyptologen dar, z. B. zu Fragen der Chronologie, betont jedoch immer wieder ihre eigenen Ansichten. Die Autorin erzählt die ägyptische Geschichte sehr kurzweilig und bietet eine unterhaltsame Sicht auf die wissenschaftlichen Erkenntnisse über das Alte Ägypten.

Christine Mende


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