Zeitschrift / Buchrezensionen / Buchrezension

Buchrezension

Limes

Roms Grenzwall gegen die Barbaren

Gisela Graichen (Hg.)

Frankfurt a. M.: Scherz/Fischer 2009, 351 S., zahlr. Farbabb., 24,95 Euro (Sonderausgabe: 7,95 Euro)

DER LIMES

Kontaktzone zwischen den Kulturen

Gerhard Waldherr

Stuttgart: Philipp Reclam 2009, 215 S., 17 S/W-Abb., 5,60 Euro

Zwei Bücher – ein Thema: Die Titel kennzeichnen Betrachtungsweisen, wie sie gegensätzlicher nicht sein können. Den traditionellen Standpunkt vom Limes als Grenze zwischen zwei befeindeten Kulturen vertritt das Buch von Fernsehautorin Gisela Graichen. Der reich bebilderte Band nimmt auf Entdeckungsreise zu den ehemaligen Grenzen des römischen Imperiums im heutigen Europa mit: vom Hadrianswall zwischen Schottland und England über den in Deutschland gelegenen obergermanisch-rätischen Limes bis zu den Grenzanlagen im heutigen Österreich und Rumänien. Die Texte von acht Autoren sind abwechslungsreich geschrieben und bieten interessante Einblicke in die aktuelle Forschung. Als »kleines Buch mit großem Inhalt« möchte man die Veröffentlichung des Althistorikers Gerhard Waldherr bezeichnen. Im Taschenformat werden strukturelle, politische und wirtschaftliche Aspekte zur Geschichte des Limes skizziert, die oft zu kurz kommen. Neben der Besiedlung beiderseits des Grenzsaums werden auch die »bilateralen« germanisch-römischen Handelsbeziehungen näher untersucht, die ein wesentlich differenzierteres Bild des römischen Mo­-numents als kulturelle Kontaktzone zeichnen.

 

Niklot Krohn


Bild zum Vergrößern anklicken.

Buchrezension:
Lebensadern des Imperiums

Straßen im Römischen Reich Stuttgart: Konrad Theiss Verlag 2010, 160 Seiten, 123 farb. Abb., 6...


AiD-Lexikon:
Subatlantikum (2000 v. Chr.–Gegenwart)

Dem Subboreal folgender Abschnitt des Holozäns, das von schwankenden Phasen geprägt ist.


TV-Tipp:
Die Botschaft der 12. Etruskerstadt

Reihe Terra X
Mittwoch, 8. September 2010
20:15 - 21:00 Uhr
ZDFneo

Habelt
map_2 Heft 3/2010 Heft 4/2010 Heft 5/2010
Buch-Tipp:
Tod auf der Schippe

oder was Archäologen sonst so finden