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Buchrezension

Colonia – Stadt der Franken

Carl Dietmar, Marcus Trier

– Köln vom 5. bis 10. Jahrhundert

Köln: Dumont-Verlag 2011, 256 S., 176 Farb-Abb., 24 Euro

Römerstadt, Dom und romanische Kirchen – dies fällt zunächst zum Stichpunkt Köln ein. Dass die Stadt sehr viel mehr zu bieten hat, zeigt vorliegendes Gemeinschaftswerk des Journalisten und Historikers Carl Dietmar und des Archäologen Marcus Trier. Gestützt auf bedeutende Neufunde der letzten Jahre v.a. am Heumarkt und beim Bau der U-Bahn stellen die beiden Autoren die bisher weitgehend im Dunkeln gebliebene Zeit zwischen 500 und 1000 dar, als Köln u.a. Hauptort des rheinfränkischen Teilreiches war, Chlodwig dort zum König aller Franken ausgerufen wurde und der Grundstein für den Dom und zahlreiche weitere Kirchen gelegt wurde. Dietmar und Trier verbinden gekonnt die für Köln spärlichen historischen mit den bisher unbekannten archäologischen Quellen und zeichnen das Bild einer seit der Römerzeit kontinuierlich besiedelten Stadt und eines lebendigen Handelsplatzes. Behandelt werden neben der stadtkölschen Geschichte auch Deutz, die Kirchen und Friedhöfe extra muros sowie das dörfliche Umland. Zahlreiche in den Fließtext eingestellte Textblöcke erklären in knapper Form bestimmte Sachverhalte, Methoden und Ereignisse. Zeitlich liegt der Schwerpunkt dabei auf der Merowingerzeit, aber auch die Funde aus der Karolinger- und Ottonenzeit finden gebührend Berücksichtigung. Das äußerst lesenswerte und mit zahlreichen Farbabbildungen versehene Buch schließt eine seit Langem bestehende Quellen- und Forschungslücke und ist daher sehr zu empfehlen.

Ellen Riemer


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