Einzelhefte

Titelthema: Augustus nördlich der Alpen

Vor 2000 Jahren, am 13. August des Jahres 14 n. Chr., starb Augustus, der Begründer des Prinzipats und Urheber des Goldenen Zeitalters, mit dem Literatur, Kunst und Architektur im Römischen Reich zu einer bis dahin ungekannten Blüte gelangten. Die Kehrseite der aurea aetas bestand in mehr oder weniger erfolgreichen Kriegen. Römische Truppen marschierten im Nahen Osten, auf dem Balkan, der Iberischen Halbinsel, über die Alpen, an Rhein und Lippe entlang bis zur Elbe. Sie hinterließen Spuren gewaltiger Militärkomplexe und grausamer Schlachten, aber auch von den Errungenschaften römischer Technik und Zivilisation.


Titelthema: Schatzfunde

Wer träumt nicht davon, einmal einen Schatz zu finden? Verstecke von Münzen, Schmuck oder edlem Tafelgeschirr zählen zu den spannendsten Funden der Mittelalter- und Neuzeitarchäologen. Meist werden sie zufällig entdeckt und leider häufig ohne wissenschaftliche Auswertung wieder zerstreut. Doch sie geben Auskunft über das Vermögen einzelner Personen und gestatten tiefe Einblicke in regionale und überregionale Wirtschaftskreisläufe. Kleinodien und Gefäße aus Edelmetall machen zudem bürgerlichen Repräsentationswillen plastisch erfahrbar.

Titelthema: Kult der Bronzezeit

Die europäische Bronzezeit dauerte rund 1400 Jahre. Über kultische Handlungen ist allgemein wenig bekannt, da die materielle Kultur kaum etwas über Glaubensvorstellungen verrät. Archäologisch lassen sich Kultpraktiken vor allem über Grabfunde und Opferhandlungen nachweisen, etwa durch Hortfunde oder Heiligtümer mit Überresten von Opferfesten. Dabei sind trotz kultureller Vielfalt und unterschiedlicher regionaler Ausprägung Gemeinsamkeiten festzustellen: Quasi als roter Faden zieht sich das Opferwesen durch die bronzezeitliche Kultpraxis. Wir berichten über Brandopferplätze, Naturheiligtümer oder den nordischen Sonnenmythos.

Titelthema: Karl der Große

Seinen Todestag vor 1200 Jahren, am 28. Januar 814, nehmen wir zum Anlass, um über Kaiser Karl zu berichten, der schon zu Lebzeiten »der Große« genannt wurde. Wie kaum ein anderer hat er die Entwicklung Europas geprägt und den Übergang von der Merowingerzeit ins hohe Mittelalter gestaltet. Sein Wirken hat auch Spuren im Boden hinterlassen, die das große Projekt der Neuformation seines Reiches heute noch anschaulich machen: Kirchen- und Klostergebäude, Pfalzen und Adelssitze sowie Straßen und Kanäle wurden archäologisch erforscht.

 

Titelthema: Vergessene Grüfte – überraschend wiederentdeckt

Gruftanlagen wie die der Kapuziner in Palermo üben eine schaurige Faszination aus. Doch wir berichten über unbekannte Grablegen, die oft nach Abriss der obertägigen Bauwerke in Vergessenheit geraten sind. Die Grüfte unter der Dresdner Frauenkirche oder dem Berliner Schlossplatz glaubte man bereits leergeräumt. Doch nun boten sich einige Überraschungen: Ungewöhnlich gut erhaltene Funde und teils bedeutende Persönlichkeiten konnten aus dem Dunkel der Geschichte befreit werden.


Titelthema: Tod in der Steinzeit

Seit alters her war das 30 m oberhalb von Salza und Saale gelegene Plateau nahe der heutigen Ortschaft Salzmünde begehrt. Früheste Zeugnisse stammen aus der jüngeren Altsteinzeit, während des Frühneolithikums wurden umwehrte Weiler angelegt. Später errichtete man am dominanten nördlichen Sporn einen großen Grabhügel, der noch fast ein halbes Jahrtausend erhalten und unangetastet blieb. Noch heute birgt das Erdwerk von Salzmünde zahlreiche Geheimnisse: Wozu diente der Platz? Wer hat die nur kurzzeitig genutzte Anlage erbaut? Und wer fand hier seine letzte Ruhe?


Buchrezension:
Ein Traum von Rom. Stadtleben im römischen Deutschland

Darmstadt: Theiss-Verlag 2014, 336 S., 420 farb. Abb., 29,95 Euro


AiD-Lexikon:
Doppelbestattung

Bestattung zweier Individuen in einem Grab, wobei die Beisetzung beider gleichzeitig erfolgt sein...