Einzelhefte

Titelthema: Die Sueben

Bei den meisten Lesern weckt der Namen »Sueben« vermutlich die Assoziation mit den Schwaben. Dies ist jedoch nur das Ende einer langen, oft verworrenen und wechselhaften Geschichte, für die es lediglich Beschreibungen durch Außenstehende gibt. Caesar erwähnt die Sueben in seinen Berichten über die Gallischen Kriege, widmet ihnen sogar einen gesonderten Exkurs. Doch wie sich dieser »Stamm« oder Verband zuvor entwickelt hatte, bleibt unklar. Für Caesar war ihre enorme geografische Verbreitung bemerkenswert und einzigartig. Seit dem 5. Jh., im Zuge ihrer erfolgreichen Reichsgründung im heutigen Portugal, existieren schriftliche Selbstzeugnisse der unterschiedlichen Gruppen, die den Sueben-Namen führten - allerdings nur für die kurze Zeit ihres Bestehens.


Titelthema: Augustus nördlich der Alpen

Vor 2000 Jahren, am 13. August des Jahres 14 n. Chr., starb Augustus, der Begründer des Prinzipats und Urheber des Goldenen Zeitalters, mit dem Literatur, Kunst und Architektur im Römischen Reich zu einer bis dahin ungekannten Blüte gelangten. Die Kehrseite der aurea aetas bestand in mehr oder weniger erfolgreichen Kriegen. Römische Truppen marschierten im Nahen Osten, auf dem Balkan, der Iberischen Halbinsel, über die Alpen, an Rhein und Lippe entlang bis zur Elbe. Sie hinterließen Spuren gewaltiger Militärkomplexe und grausamer Schlachten, aber auch von den Errungenschaften römischer Technik und Zivilisation.


Titelthema: Schatzfunde

Wer träumt nicht davon, einmal einen Schatz zu finden? Verstecke von Münzen, Schmuck oder edlem Tafelgeschirr zählen zu den spannendsten Funden der Mittelalter- und Neuzeitarchäologen. Meist werden sie zufällig entdeckt und leider häufig ohne wissenschaftliche Auswertung wieder zerstreut. Doch sie geben Auskunft über das Vermögen einzelner Personen und gestatten tiefe Einblicke in regionale und überregionale Wirtschaftskreisläufe. Kleinodien und Gefäße aus Edelmetall machen zudem bürgerlichen Repräsentationswillen plastisch erfahrbar.

Titelthema: Kult der Bronzezeit

Die europäische Bronzezeit dauerte rund 1400 Jahre. Über kultische Handlungen ist allgemein wenig bekannt, da die materielle Kultur kaum etwas über Glaubensvorstellungen verrät. Archäologisch lassen sich Kultpraktiken vor allem über Grabfunde und Opferhandlungen nachweisen, etwa durch Hortfunde oder Heiligtümer mit Überresten von Opferfesten. Dabei sind trotz kultureller Vielfalt und unterschiedlicher regionaler Ausprägung Gemeinsamkeiten festzustellen: Quasi als roter Faden zieht sich das Opferwesen durch die bronzezeitliche Kultpraxis. Wir berichten über Brandopferplätze, Naturheiligtümer oder den nordischen Sonnenmythos.

Titelthema: Karl der Große

Seinen Todestag vor 1200 Jahren, am 28. Januar 814, nehmen wir zum Anlass, um über Kaiser Karl zu berichten, der schon zu Lebzeiten »der Große« genannt wurde. Wie kaum ein anderer hat er die Entwicklung Europas geprägt und den Übergang von der Merowingerzeit ins hohe Mittelalter gestaltet. Sein Wirken hat auch Spuren im Boden hinterlassen, die das große Projekt der Neuformation seines Reiches heute noch anschaulich machen: Kirchen- und Klostergebäude, Pfalzen und Adelssitze sowie Straßen und Kanäle wurden archäologisch erforscht.

 

Titelthema: Vergessene Grüfte – überraschend wiederentdeckt

Gruftanlagen wie die der Kapuziner in Palermo üben eine schaurige Faszination aus. Doch wir berichten über unbekannte Grablegen, die oft nach Abriss der obertägigen Bauwerke in Vergessenheit geraten sind. Die Grüfte unter der Dresdner Frauenkirche oder dem Berliner Schlossplatz glaubte man bereits leergeräumt. Doch nun boten sich einige Überraschungen: Ungewöhnlich gut erhaltene Funde und teils bedeutende Persönlichkeiten konnten aus dem Dunkel der Geschichte befreit werden.


Buchrezension:
Mithras

– Der Mysterienkult an Limes, Rhein und Donau

Darmstadt: Theiss Verlag 2013, 96...


AiD-Lexikon:
Doppelbestattung

Bestattung zweier Individuen in einem Grab, wobei die Beisetzung beider gleichzeitig erfolgt sein...