International: Südafrika

Felskunst auf Multimedia

Text: Bastian Asmus MSc (Archaeology) und Conny Meister MSc (Archaeology), beide Uni Tübingen

In Südafrika gibt es schätzungsweise 15 000 Fundstellen mit Felskunst. Allein in den Cederbergen werden über 3000 davon vermutet. Im Verlauf des letzten Jahrhunderts konnten hier zwar zahlreiche Fundstellen dokumentiert werden, übergreifende Vergleiche waren aber aufgrund einer fehlenden Systematik nicht möglich. Daten, die über Lage und Inhalte der Fundstellen informieren, sind im gesamten südafrikanischen Raum verteilt, und damit schwer zu lokalisieren und einzusehen. Einen Lösungsansatz für diese Problematik bietet die Cederberg Rock Art Database, das erste voll digitale Datenbanksystem zur Aufnahme und Auswertung von Felskunst in Südafrika. Ziel war es, alle Daten einer Fundstelle in einem System zu speichern, und die Felsbilder einer größtmöglichen Anzahl von Interessierten vor allem visuell zugänglich zu machen. Dies wurde für die Cederberge exemplarisch durchgeführt. Im März 2000 begann die Feldarbeit für das Cederberg Rock Art Project (CRASP). In einem 10 km2 großen Gebiet wurden Felsformationen, Höhlen und Überhänge in 100 m breiten Streifen abgegangen. Dabei konnten 35 Fundstellen identifiziert werden. Bei zwei weiteren Feldkampagnen im Juli 2000 und Juni 2001 konnte die Größe des erforschten Bereiches auf 25km2 ausgedehnt und die Zahl der Fundstellen auf 64 erweitert werden. Die bis dahin gesammelten Materialien und Daten wurden analysiert und zu Beginn des Jahres 2003 auf einer Multimedia-CD veröffentlicht. Sie informiert über die wichtigsten Komponenten der Felskunst und propagiert Erhaltung und Schutz der Höhlen und Überhänge. Dies wird in Form von virtueller Erkundung der Landschaft, Fundstellen und Felskunst erreicht. (...)

Den ausführlichen Originalbeitrag finden Sie in Heft 3 / 2004.

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