Fenster Europa: Slowenien
Reiche Nekropolen der Hallstatt-Zeit
Text: Dr. Peter Turk, Narodni Muzej Slovenije, Ljubljana/Slowenien
Die Hallstattkultur Sloweniens beginnt im 8. vorchristlichen Jahrhundert. Reichtum und kulturelle Vielfalt verdankt sie einem intensiven Austausch mit dem westlichen Balkan, etruskischen und picenischen Gebieten in Mittelitalien und den Zentralalpen im Norden. Diese Kontakte sind durch kostbare Grabbeigaben belegt, etwa durch importierte oder südlichen Vorbildern nachgebildete Keramik- und Bronzegefäße. Aber auch die Objekte eigener Provenienz zeugen von hohem Niveau des autochtonen Handwerks. Man unterscheidet innerhalb der slowenischen Hallstatt-Kultur mehrere regionale Gruppen. Sie werden nach Siedlungsformen und Kulturgütern, vor allem aber nach unterschiedlichen Bestattungstypen klassifiziert. Dabei kommt der Dolejnska-Gruppe aus Unterkrain in Südost-Slowenien mit ihren zahlreichen Skelettbestattungen in Grabhügeln das größte Gewicht zu. Novo Mesto - eines der charakteristischsten Gebiete der südöstlichen Alpen-Hallstattkultur - liegt in der zentralen Dolenjska-Region (Unterkrain) am Fluss Krka. Die meisten archäologischen Fundstellen stammen hier aus der Frühen Eisenzeit. Neben einer befestigten Hügelsiedlung in Marof sind ausgedehnte Grabhügel-Friedhöfe etwa in Kandija, Portovald und Kapiteljska njiva sowie einige vereinzelte Tumuli nachweisbar. In einigen Fällen wurden luxuriös ausgestattete Gräber dokumentiert. Abgesehen von Beispielen figürlicher Situlenkunst, die wir aus Novo mesto kennen, verdienen die vielen Glasperlenketten Erwähnung, wie sie in der gesamten Ära der älteren Eisenzeit von Ha C 1 bis Ha D 3 auftreten (8. bis 4. Jh.v.Chr.). Dabei überwiegen kugelige und ovale Formen. Gelegentlich sind sie mit Ausbeulungen in abweichenden Farben versehen. Dabei herrschen die Farben Blau, Schwarz, Gelb, Grün, Weiß und Braun in allen möglichen Kombinationen vor. (...)
Den ausführlichen Originalbeitrag finden Sie in Heft 1 / 2003.
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