Spektrum: Luftiges Projekt

Mit dem Paragleiter in Armenien

Text: AiD / Antje Faustmann

Was in Westeuropa zum Standard bei der Erforschung archäologischer Bodendenkmäler gehört, ist in vielen osteuropäischen und ehemaligen sowjetischen Staaten unmöglich: Die Erkundung einzelner Gebiete aus der Luft. Aufgrund militärischer Sicherheitsbestimmungen sind zivile Flüge verboten, sodass die üblicherweise eingesetzten kleinmotorigen Flugzeuge nicht benutzt werden können. Mithilfe eines Zweimann-Paragleiters gelang es im Mai 2003 in Armenien erstmalig Luftbilder von einem etwa 200 km² großen Gebiet aufzunehmen. Anhand freigegebener Satellitenfotos wurde ein Untersuchungsgebiet nordwestlich von Jerewan ausgewählt. Insgesamt konnte eine Strecke von etwa 20 bis 25 Kilometern pro Flug prospektiert werden. Um die jeweilige geografische Position und Flugroute nach dem Flug genau kartieren zu können, wurde am Helm ein GPS mit Empfänger installiert. Das Ergebnis der ersten Prospektionsflüge waren etwa 400 Luftbilder bekannter und unbekannter Fundplätze, bei denen es sich um Reste ehemaliger Siedlungen, Befestigungen, Gräber oder auch Feldfluren handelt. Auch Prozesse rezenter Landschaftsveränderungen sind zu erkennen, etwa durch Ackerbau verursachte Erosionsrinnen am Hang. In einem neuen Projekt sollen nun die Luftaufnahmen und Ausgrabungsbefunde miteinander verglichen und ausgewertet werden. (...)

Den ausführlichen Originalbeitrag finden Sie in Heft 2 / 2004.

Buchrezension:
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– Eine Geschichte des alten Ägypten

Stuttgart: Theiss Verlag 2012, 324 S., 19 Abb., 2...


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