Museum: Museum für Vor- und Frühgeschichte Berlin
Schatzkammer an der Spree
Text: Dr. des. Tobias Gärtner, Museum für Vor- und Frühgeschichte Berlin.
In diesem Jahr konnte das Museum für Vor- und Frühgeschichte in Berlin, untergebracht im Langhansbau des Schlosses Charlottenburg, sein 175-jähriges Bestehen feiern. Funde aus den verschiedensten Regionen der Alten Welt haben hier ihren Platz gefunden. Sie bieten dem Besucher einen einzigartigen Überblick über die Archäologie Europas und von Teilen Asiens. Höhepunkte der Ausstellung sind unter anderem der berühmte Berliner Goldhut und die Troja-Sammlung Heinrich Schliemanns. Der Rundgang durch die neue Ausstellung beginnt im Rudolf-Virchow-Saal, benannt nach dem berühmten Arzt, Anthropologen und Prähistoriker, der ein wichtiger Förderer des Museums war. Hier wird ein Überblick über die Menschheitsentwicklung mit dem Schwerpunkt Technikgeschichte gegeben, der besonders die jungen Besucher ansprechen soll. Funde aus Zypern und Asien sind im Schliemann-Saal zu sehen. Am Beginn stehen die Troja-Stücke, die dem Museum 1881 von ihrem Ausgräber zum Geschenk gemacht worden waren. Die seit 1945 in Russland befindlichen Edelmetallfunde sind durch Repliken in der Ausstellung vertreten. Die Menschheits- und Kulturentwicklung in der Altsteinzeit illustrieren die Hominidenfunde des Neandertalers von Le Moustier und des Homo sapiens sapiens aus Combe Capelle sowie Kleinkunstwerke der Eiszeit und typische Steinwerkzeuge. Die neolithischen Kulturen der ersten Bauern Europas sind durch zahlreiche repräsentative Funde vertreten, darunter auch in situ geborgene Gräber der Rössener Kultur vom namengebenden Fundort im heutigen Sachsen-Anhalt. Ein gesonderter Raum ist den Goldfunden der Bronzezeit vorbehalten. Im zweiten Jahrtausend vor Christus erlebte die Goldschmiedekunst aufgrund der erweiterten metallurgischen Kenntnisse eine erste Blüte. Statussymbole und Zeremonialgerät wurden nun nicht selten in Gold gefertigt. Neben dem Berliner Kulthut sind der Schatzfund von Pécs (Ungarn) aus dem 16./15. Jh., bestehend aus 136 Finger- und Lockenringen, sowie Repliken des Eberswalder Schatzfundes zu nennen. (...)
Den ausführlichen Originalbeitrag finden Sie in Heft 6 / 2004.
– Eine Geschichte des alten Ägypten
Stuttgart: Theiss Verlag 2012, 324 S., 19 Abb., 2...
AiD-Lexikon:
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