Museum: Oldenburg

Vom Eise befreit

Text: Prof. Dr. Mamoun Fansa, Landesmuseum für Natur und Mensch, Oldenburg.

In den vergangenen Eiszeiten trugen gewaltige Gletscher Gesteine aus den Gebirgen Skandinaviens und dem Ostseebecken nach Nordwestdeutschland. Nachdem der Eisschild abgeschmolzen war, blieben Felsblöcke, Steine und Sand zurück, Grundlage der kargen und unfruchtbaren Geestböden in der heutigen Weser-Ems-Region. Natur- und Kulturgeschichte dieser Altmoränenlandschaft steht im Mittelpunkt der neu gestalteten Dauerausstellung des Landesmuseums für Natur und Mensch in Oldenburg. Zu den vermutlich eindrucksvollsten Vermächtnissen der jungsteinzeitlichen Menschen gehören die Großsteingräber. Sie werden als »Hünengräber« bezeichnet, da es einst kaum vorstellbar schien, dass derartige Gesteinsmassen von normal wüchsigen Menschen bewegt werden konnten. Im Hauptraum der Ausstellung ist eine Grabkammer des Kleinenknetener Megalithgrabes nachgebaut. Die Gesamtgröße dieses Monumentalgrabes ist durch Platten im Boden markiert. So wird für den Besucher anschaulich, wie diese Grabanlagen zu der Bezeichnung »Pyramiden des Nordens« gelangt sind. Die Ausstellung beinhaltet auch eine chronologische Auflistung der vieltausendjährigen Siedlungsgeschichte in der Geest. Funde aus der Region illustrieren exemplarisch die wichtigsten kulturellen Entwicklungsschritte von der Altsteinzeit bis ins Mittelalter. Zudem geben sie Einblick in die Techniken der Holz- und Metallverarbeitung sowie die Herstellung von Schmuck und Keramiken. (...)

Den ausführlichen Originalbeitrag finden Sie in Heft 1 / 2004.

Buchrezension:
Die Römer im Rhein-Main-Gebiet

Stuttgart: Theiss Verlag 2011, 224 S., 46 S/W-Abb., 24,95 Euro


AiD-Lexikon:
Homo antecessor

(lat. antecessor: Vorgänger): Die Datierung, die ihn zum frühesten bekannten menschlichen Bewohner...

Habelt