Museum: Römisch-Germanisches Museum Köln

Dionysos und Römergrab

Text: Birgit Kilp, freie Autorin, Köln.

Der Anfang war eine antike Stadtvilla mitten im römischen Köln. Ihr Erbauer muss recht begütert gewesen sein, denn den Fußboden seines Hauses ließ er mit einem riesigen, kunstvollen Mosaik verzieren. Auf den Mauern dieser Anlage wurde vor nunmehr 30 Jahren das Römisch-Germanische Museum errichtet. Im Spannungsfeld zwischen ernsthafter wissenschaftlicher Forschung und bekrittelter »Warenhausästhetik« hat es in den drei Jahrzehnten einen aufregenden Weg zurückgelegt. Im Jahre 1986 verschwand das RGM plötzlich im Schatten des neuerbauten Museum Ludwig, das ihm nun den Rhein-Blick versperrte. Hinzu kam das Problem des Vandalismus. Die zur öffentlichen Bewunderung im Freien aufgestellten kostbaren Originale mussten nun vor Rowdys geschützt werden. Dies alles erforderte grundsätzliche Umgestaltung. Auch das bekannte Sepiabraun, die Kultfarbe der Siebziger, wirkte nach Jahren doch ein wenig überholungsbedürftig. Allerdings ist ein etwaiges Umsetzen der festgemauerten Steindenkmäler im Innern nur mit erheblichem Aufwand möglich. Große Herausforderungen für den jetzigen Direktor Hansgerd Hellenkemper, der seit 1979 - Hugo Borger stieg damals zum Generaldirektor der Kölner Museen auf - die Geschicke des Museums lenkt. Um dem Publikum etwas zu bieten und gleichzeitig mit den knappen Finanzmitteln gut zu haushalten, ließ sich Hellenkemper Bemerkenswertes einfallen: Aus eigenen Beständen entwickelte er Themenkreise, die im Rahmen einer »Low-Budget-Ausstellung« präsentiert wurden, so etwa in 2003/04 »Alle meine Tiere. Tierdarstellungen in der Antike« oder - in Vorbereitung - »Schönheit und Anmut« aus der hauseigenen feinen Kollektion von Tanagra-Statuetten. Von den Fährnissen, die den Direktor regelmäßig in seinem harten Arbeitsalltag bedrängen, lässt sich Hansgerd Hellenkemper möglichste nicht allzu sehr beeindrucken, denn so sein Credo: »Wenn eine Tür verschlossen ist, gehe ich durch die Nächste«. (...)

Den ausführlichen Originalbeitrag finden Sie in Heft 5 / 2004.

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