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16.01.2012

Schatz im Acker

von Michael Schirren
Als der ehrenamtliche Bodendenkmalpfleger Sebastian John eines Sonntags im Mai 2011 bei Weltzin (Vorpommern) mit dem Detektor auf Münzen stieß, informierte er sofort das Landesamt und nachmittags waren rund 140 Silbermünzen geborgen.

Es wurde Stillschweigen vereinbart, um nach der Ernte die Bergung abzuschließen. Mit Bagger und zahlreichen Ehrenamtlichen wurden weitere 140 Münzen und Scherben des Schatzgefäßes entdeckt. Taler, Doppelschillinge, 16tel Taler und Schillinge aus Norddeutschland, Dänemark, Sachsen, den Niederlanden, Tirol, Prag und Chur sind vorhanden, zum Teil mit Gegenstempel. Jüngstes Prägedatum ist das Jahr 1635. Die Oxidation der Münzen weist auf die »Wipper- und Kipperzeit«, als Silberanteile durch Zugabe unedler Metalle verringert wurden. Der Fundort an einem Flussübergang lässt Soldaten als Besitzer vermuten. Aus Pommern sind ca. 90 Schätze dieser Zeit bekannt. Der Weltziner Fund ist ein gutes Beispiel systematischer Detektoranwendung in der ehrenamtlichen Bodendenkmalpflege. Die Anmeldungen zu Zertifizierungslehrgängen zeigen das wachsende Interesse auch Jüngerer an der Archäologie.

Buchrezension:
Die Römer im Rhein-Main-Gebiet

Stuttgart: Theiss Verlag 2011, 224 S., 46 S/W-Abb., 24,95 Euro


AiD-Lexikon:
Homo antecessor

(lat. antecessor: Vorgänger): Die Datierung, die ihn zum frühesten bekannten menschlichen Bewohner...

Habelt