Reportage: Keltentruppe »Carnyx«

Wie ein Keltenensemble Museen belebt

Text: Lisa Rademacher.

Eigentlich verdanken sie ihre Gründung einem Scherz. Bei einem Römerfest in Hechingen-Stein 1996 wollte man die Römer, auf gut Deutsch gesagt, »in die Pfanne hauen« - die damals provisorisch gekleideten, wild bemalten Kelten jagten den Römern im nahe gelegenen Wald zwar einen gehörigen Schrecken ein, mussten sich aber nach kurzen Kampf und stark lädiert geschlagen geben. Heute findet die Keltengruppe Carnyx, die ihren Namen von der Bezeichnung der keltischen Kriegstrompete ableitet, auch über Deutschlands Grenzen hinaus große Beachtung. Großen Wert legen die Archäologen und historisch interessierten Mitglieder der Gruppe auf die detailgetreue Rekonstruktion ihrer keltischen Tracht, Werkzeuge, und Waffen. Für alle Ausrüstungsgegenstände standen archäologische Bodenfunde Pate, wobei die jeweils aktuellsten Forschungsergebnisse Standard sind. Damit grenzt sich die Gruppe von keltischen Esoterik- und Fantasyvorstellungen ab und weckt durch eine Art «Museum zum Anfassen« Interesse für die Archäologie rund um die Kelten des 1. bis 3. vorchristlichen Jahrhunderts. Zu den Events und Zielen der Keltengruppe nahmen die Archäologen Dr. Jörg Bofinger, Thomas Ruthardt M.A. und Matthias Seitz M.A. Stellung. (...)

Den ausführlichen Originalbeitrag finden Sie in Heft 3 / 2004.

Buchrezension:
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Stuttgart: Theiss Verlag 2012, 324 S., 19 Abb., 2...


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