Spektrum: Restauriert
Römische Kriegermaske zeigt jetzt ihr wahres »Gesicht«
Text: Florian Müller und Walter Reinhard
Die im Europäischen Kulturpark Bliesbruck-Reinheim Anfang September 2000 im Nebengebäude der gleichnamigen römischen Villa gefundene Helmmaske des 1./2. Jh. n.Chr. (vgl. AiD 1/2001, 51) ist nun restauratorisch bearbeitet und gibt jetzt ihr wahres »Gesicht« preis. So besaß sie in der Mitte der Stirn ein Scharnier, das sie mit dem verloren gegangenen Hinterhaupthelm verband. Die 17 cm hohe und usprünglich 22 cm breite Maske bestand aus einer geschmiedeten Eisenunterlage, auf die ein dünnes getriebenes Messingblech (95,6% Cu; 3,7% Zn) aufgebracht war. Der ursprünglich golden glänzende Überzug hat durch Feuereinwirkung bei der Zerstörung der Villa im 4. Jh. n.Chr. ein schwärzliches Aussehen erhalten. Die dem Typ Nijmegen-Kops Plateau zugehörigen Maskenhelme traten mit der Okkupation Germaniens zur Zeit des Kaisers Augustus unvermittelt auf und waren bis in flavische Zeit im Gebrauch. Trotz weiträumiger Streuung innerhalb des römischen Reiches kann eine Anhäufung mit Schwerpunkt in den Nordwestprovinzen festgestellt werden. Die insbesondere wegen der Verbindung von Eisen und Messing komplizierte Restaurierung wurde durch das Römisch-Germanische Zentralmuseum in Mainz durchgeführt. (...)
Den ausführlichen Originalbeitrag finden Sie in Heft 1 / 2003.
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AiD-Lexikon:
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