AiD-Lexikon

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Schädeldeformation

S. haben natürliche oder künstliche Ursachen, sie entstehen beim Lebenden im Zuge von Wachstumsstörungen, pathologischen Veränderungen oder anthropogenem Einfluss und bei bodengelagerten Skelettresten u.U. als postmortale Verformungen. Artifizielle S. sind z.B. von den Inkas, Mayas, nordamerikanischen Indianern sowie aus dem alten Ägypten, aber ebenso aus der Völkerwanderungszeit Mitteleuropas (z.B. Burgunder und Alamannen) überliefert.

Schnitt

Das Schneiden freigelegter Befunde ist ein wesentlicher Arbeitsschritt im Verlauf einer Ausgrabung. Das Ziel besteht darin, den zuvor im Planum nur zweidimensional dokumentierten Befund auch in seinem inneren Aufbau und seiner Tiefe zu erfassen und dabei Befundzusammenhänge zu erkennen.

Scutum

Halbzylindrisch gewölbter Schild v.a. der römischen Legionäre.

Schuhleistenkeil

Geschliffenes, meist quer geschäftetes Felsgesteinbeil (auch Dechsel), benannt nach der Form, die an ein Schustergerät, die Leisten eines Schuhs, erinnert.

Sediment

Verwitterungsprodukt aus Gesteinen oder organischem Material, das in Schichten abgelagert wird. Je nach Ablagerungsmilieu werden z.B. terrestrische, fluviale, marine, glaziale S. unterschieden.

Siedlungsarchäologie

Die S. beschäftigt sich mit Siedlungen und Besiedlungsvorgängen. Umfassend verstanden, gehören dazu auch Gräber, Äcker und Weiden, Heiligtümer, Rohstoffabbau und Verkehrswege.

Spolie

Lat. spolium: Raub oder Kriegsbeute. Ursprünglich bezeichnet der Begriff in römischer Zeit die dem Feind abgenommene und den Göttern dargebrachte Siegesbeute (Helm, Harnisch und Waffen).
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Buchrezension:
Der Nationalsozialismus und die Antike

Darmstadt: Verlag Philipp von Zabern 2014, ca. 432 S., 20 S/W-Abb., 49,95 Euro


AiD-Lexikon:
Diatretglas

(griech./lat. diatretus: durchbrochen): Römisches Glasgefäß.