Titelthema: Salz

Salz - Reichtum - Macht

Text: Prof. Dr. Volker Pingel, Institut für Ur- und Frühgeschichte, Ruhr-Universität Bochum

Aus vielen archäologischen Untersuchungen wissen wir, dass die vor- und frühgeschichtliche Salzgewinnung in Mitteleuropa sehr vielgestaltig und von enormer Bedeutung war. Neben dem Salzgehalt des Meerwassers standen vor allem salzhaltige Wasser, so genannte Solen aus Quellen zur Verfügung, zu deren Verdunstung allerdings Wärmezufuhr durch eine zusätzliche Energiequelle erforderlich war. Es gab dafür aufwändige Verfahren und Vorrichtungen, die zu einem Großteil archäologisch nachgewiesen sind und bis weit ins Mittelalter in Benutzung waren. Zusätzlich wurde schon seit dem 2. Jt. v.Chr. im alpinen Raum das tief im Berg eingelagerte Stein- oder Bergsalz unter Tage gewonnen. Die Salzgewinnung und der Vertrieb waren zwar mit großem Aufwand, aber auch deutlich spürbarem Reichtum und Machtfülle verbunden. Ein bekanntes Beispiel dafür ist Hallstatt, das dank des Salzbergbaus in der frühen Eisenzeit eine zentrale Bedeutung für ganz Mitteleuropa erlangte. Ähnliches gilt für Bad Nauheim in Bezug auf die jüngere Eisenzeit. Auch Wohlstand und Bedeutung von (früh)mittelalterlichen Städten wie etwa Soest, Halle/Saale oder Lüneburg sind auf die dortigen Salinenbetriebe mit ihrem europaweiten Salzhandel zurückzuführen. (...)

Den ausführlichen Originalbeitrag finden Sie in Heft 1 / 2003.

 

 

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