Spektrum: Sensation im Achtal

Steinzeitvenus sorgt für Aufsehen

Text: AiD-Redaktion

 

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Überdeutlich herausgearbeitet waren die sexuellen Merkmale einer in sechs Teilen geborgenen Figur, die in den letzten Wochen weltweit Furore machte. Zwei riesige Brüste und eine deutlich herausgearbeitete Vulva sind die augenfälligen Attitüden des wohlbeleibten Weibes. Die Beine sind als zugespitzte Stummel angedeutet, und der Kopf ist durch eine Öse ersetzt. Das wirklich Sensationelle an der Dame ist jedoch ihre Herkunft. Sie stammt aus einer Höhle der Schwäbischen Alb und ist, wie der Fundhorizont und Radiokohlenstoffdaten aussagen, gut 35 000 Jahre alt. Ihre Entdecker um den Tübinger Urgeschichtler Prof. Nicholas Conard nannten sie »Venus vom Hohle Fels« nach dem Fundort, einem höhlendurchlöcherten Kalksteinstotzen im Achtal bei Schelklingen. Bis Herbst 2008 lag sie dort 3 m unter dem heutigen Höhlenboden, 20 m vom Eingang entfernt, ganz unten in einer stratigrafisch intakten, 70 bis 120 cm hohen Fundschicht vom Beginn der jüngeren Altsteinzeit – dem sog. Aurignacien. In den Höhlen der Täler von Ach, Blau und Lone am südlichen Rand des Schwäbischen Juras wurden in den letzten 100 Jahren zahlreiche inzwischen weltbekannte Figuren gefunden. (...)

Den ausführlichen Originalbeitrag finden Sie in Heft 4 / 2009.

Bildnachweis: Foto H. Jensen. © Universität Tübingen

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