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Vorschau

Heft 3/2015
Erstverkaufstag 15. Mai 2015

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Titelthema: Die Bajuwaren
In den Schriftquellen tauchen die frühmittelalterlichen Bajuwaren, quasi »Findelkinder der Völkerwanderungszeit«, erst im früheren 6. Jh. auf. Moderne Wissenschaftler gehen ­inzwischen nicht mehr von einer geschlossenen Einwanderung aus, sondern von einem multiethnischen Entstehungsprozess, der nach dem Ende der römischen Herrschaft Mitte des 5. Jh. einsetzte und bis zur Etablierung des bajuwarischen Herzogtums im Merowingerreich Mitte des 6. Jh. andauerte. Vor allem neue naturwissenschaftliche Untersuchungen zu deformierten Schädeln bei einem kleinen Teil der weiblichen Bevölkerung im späten 5. und 6. Jh. oder zu Pestnachweisen Mitte des 6. Jh. liefern neue Erkenntnisse. Unser Titelthema gibt einen Überblick zum aktuellen Stand der Bajuwaren-Forschung.

   

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Forschung: Älteste Bauernkultur am Hellweg
In den letzten Jahren sind am Hellweg in Südwestfalen erstmals seit Jahrzehnten ­wieder überraschend neue, größere ­Fund­flächen der ältesten Bauernkultur, der Linienbandkeramik, entdeckt worden. In Bad Sassendorf, Kr. Soest, kamen dabei mehrere Hausgrundrisse und große Zaunanlagen ­zutage, die in dieser Form für diese Zeit einmalig sind. Hier werden die Grabungen 2015 fortgesetzt, sodass der Beitrag ummittelbar von der aktuellen Arbeit berichtet.

   

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Irak: Tell Bakr Awa
Imposant erhebt sich der Ruinenhügel über die umliegende Shahrizor-Ebene im kurdischen Nordirak. Er blickt auf eine 5000-jährige ­Be­siedlungsgeschichte zurück: Unter seiner durch ­rezente Raubgruben vernarbten Oberfläche ­liegen die Überreste einer antiken Stadt verborgen, die ihre größte Blüte während der Bronzezeit erlebte. Insbesondere im 2. Jt. v.Chr. brauchte sie einen Vergleich mit den urbanen Zentren des mesopotamischen Kernlandes nicht zu scheuen

   

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Fluchtburg und Gräberfeld
Öland, ein wahrhaft ungewöhnliches Stück Natur vor der Küste Südschwedens, wurde zuerst vor ca. 9000 Jahren von mittelsteinzeitlichen Jägern besiedelt, bevor ab 4000 v.Chr. jungsteinzeitliche Bauern einwanderten. Eine der Hauptattraktionen ist die Festung Eketorp aus dem 4. Jh. n.Chr., Zeichen ­so­wohl von Macht als auch Bedrohung. Nach Abschluss der Grabungen wurde die Burg in situ wiederaufgebaut. Heute finden dort ­allerhand Besucheraktionen statt.

Buchrezension:
Elagabal – Leben und Vermächtnis von Roms Priesterkaiser

Darmstadt: Philipp von Zabern 2014, 231 S., 24,95 Euro


AiD-Lexikon:
Doppelbestattung

Bestattung zweier Individuen in einem Grab, wobei die Beisetzung beider gleichzeitig erfolgt sein...