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Vorschau

Heft 2/2015
Erstverkaufstag 13. März 2015

 

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Titelthema: Antike im Mittelalter
Die Unterscheidung zwischen Antike und ­Mittelalter geht bekanntlich auf die Humanisten zurück. Tatsächlich gibt es viele Kontinuitäten zwischen beiden Epochen und daher ­eine Antike im Mittelalter. So besaßen die für die Merowingerzeit so typischen ­Reihen­gräberfelder ihren Ursprung in der Peripherie des spätantiken Imperiums. Die Römer prägten Wahrnehmung und Bezeichnung ­spät­antiker »Stämme«, die sich im Lichte neuerer Forschung oft als römische Militärkontingente statt als Ursprünge frühmittelalterlicher »Völker« herausstellen. Im Mittelalter nutzte man römische Straßen und Gebäude weiter. Oft war man sich sogar bewusst, es mit Ruinen imperialer Vergangenheit zu tun zu haben, und man konnte sie als solche erhalten, nutzen und instrumentalisieren.

 

   

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Forschung: Entschlüsselung des Pestgenoms
Der Schwarze Tod im 14. Jh. gilt als eine der verheerendsten Pandemien in der Menschheitsgeschichte, durch die 30 bis 50 % der damaligen Europäer ums Leben kamen. Das verursachende Pathogen war lange unklar und wurde kontrovers diskutiert. Erst dank moderner Techniken war es möglich, direkt aus mittelalterlichen Skeletten den ­Erreger, Yersinia pestis, nachzuweisen und das Genom des Pestbakteriums zu rekonstruieren.

 

   

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Sibudu und die kulturelle Evolution des modernen Menschen
Auch wenn in Fachkreisen inzwischen unumstritten ist, dass der biologische Ursprung unserer Art in Afrika lag, diskutiert die Steinzeitforschung weiterhin darüber, wie sich die kulturelle Evolu­tion vollzogen hat. Besaßen schon die ersten modernen Menschen kulturelle und kognitive Fähigkeiten wie wir oder entwickelten sich diese erst später? Die Fundstelle Sibudu in Südafrika liefert hierzu neue Erkenntnisse.

 

   

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Hölzerner Schatz im Moor
Hausböden aus der Zeit um 3650 v.Chr., ­Textilfragmente und Holzartefakte haben sich in der Pfahlbausiedlung in Ganchnang /Niederwil-Egelsee (Schweiz) äußerst gut ­erhalten. Neben Museumsstücken wie Beilholmen, Erntemessern oder Stoffresten sind auch die Halbfabrikate von ­wissenschaft­licher Bedeutung. Diese auf den ersten Blick unscheinbaren Rohlinge ermöglichen es, den Schnitzern der Pfyner Kultur bei ihrer ­Arbeit über die Schulter zu schauen.

Buchrezension:
Zurück zu unserem Cheruskerhof!

– Anschauliche »Kulturhöhe« im Germanengehöft auf dem Barkhauser Berg, Oerlinghausen Kleine...


AiD-Lexikon:
Doppelbestattung

Bestattung zweier Individuen in einem Grab, wobei die Beisetzung beider gleichzeitig erfolgt sein...

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