AiD-Lexikon

Laeten und Laetengräber

Bei den L. handelt es sich um eine Bevölkerungsgruppe innerhalb des spätrömischen Reiches (Ersterwähnung 287 n. Chr.), die aus unterworfenen Gegnern, häufig Germanen, bestand. Diese wurden in begrenzten und weit verstreuten Gebieten angesiedelt, um eine zweifache Aufgabe zu erfüllen: Zum einen sollten sie entvölkerte Gebiete bewirtschaften, deren Ertrag dem Militär zugute kam. Zum anderen waren sie zur Stellung von Rekruten verpflichtet.

Landwehr

Zur Sicherungen von größeren Gebieten außerhalb von Siedlungen wurden in verschiedenen Epochen bis in die Neuzeit hinein ausgedehnte Wallsysteme als L. angelegt.

Langquaidbeil

Das L. gehört zur Obergruppe der Randleistenbeile. L. tauchen am Ende der Frühbronzezeit/Beginn Mittelbronzezeit auf (ca. 1900–1500 v.Chr.). Von Friedrich Holste 1953 benannt nach dem Depotfund von Langquaid, Lkr. Kelheim, Niederbayern.

Lochstab

Längliches, relativ großes, weitgehend an der Oberfläche überarbeitetes Objekt aus Geweih oder Elfenbein, das an seinem dickeren Ende durch eine oder mehrere Durchbohrungen gekennzeichnet ist. L. sind im Jungpaläolitikum in West- und Mitteleuropa verbreitet.

Buchrezension:
Hinter festen Mauern – Europas Städte im Mittelalter

Darmstadt: Theiss Verlag 2014, 340 S., ca. 200 farb. Abb., 49,95 Euro


AiD-Lexikon:
Doppelbestattung

Bestattung zweier Individuen in einem Grab, wobei die Beisetzung beider gleichzeitig erfolgt sein...

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