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Charonspfennig

Von: Dr. Manfred Nawroth
Bezeichnung für eine Münze oder einen Goldbrakteaten, welche dem Toten als Obolus in den Mund oder die Hand gelegt wurden.

Bezeichnung für eine Münze oder einen Goldbrakteaten, welche dem Toten als Obolus in den Mund oder die Hand gelegt wurden. Die Ch. sind von der 2. Hälfte des 6. bis in das 7. Jh. n.Chr. aus merowingerzeitlichen Gräbern in Mittel- und Süddeutschland bekannt. Die Sitte, den Verstorbenen einen Obolus für den Weg in das Reich der Toten mitzugeben, gründet im griechischen Volksglauben. Demnach ist Charon der Fährmann, der die Toten gegen Entrichtung eines Wegegeldes über die Ströme der Unterwelt an das Tor des Hades geleitet.

Buchrezension:
Auferstehung der Antike

Archäologische Stätten digital rekonstruiert

Darmstadt: wbg Philipp von Zabern 2019, 132...


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Auch Gebissformel oder Zahnschema genannt.