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Diatretglas

Von: Matthias Will

(griech./lat. diatretus: durchbrochen): Römisches Glasgefäß.

Von einem dickwandigen Glasrohling wurden weite Bereiche herausgeschliffen. Es entstand so ein gitterförmiges Netzwerk, das den Eindruck miteinander verbundener Kreise vermittelt. Mit dem eigentlichen Gefäßkörper ist diese Verzierung nur über dünne Stege verbunden. Die äußerst schwer herzustellenden, entsprechend seltenen und folglich sehr wertvollen Trinkgefäße des 4. Jh. sind Gegenstände des höchsten Luxus. Meist handelt es sich der Form nach um Schalen oder Becher; teilweise sind sie mehrfarbig gestaltet und/oder mit Schriftzügen versehen.

Buchrezension:
Mykene

Darmstadt: wbg Philipp von Zabern 2018, 392 S., ca. 500 Abb., 39,95 Euro


AiD-Lexikon:
Zahnformel

Auch Gebissformel oder Zahnschema genannt.

Buch-Tipp:
Mykene

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