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Erdwerk

Von: Dr. Leif Steguweit
Befestigungswerk von runder, trapezförmiger oder annähernd quadratischer Form, bestehend aus Gräben und Palisadenreihen.

Zeitstellung vom Neolithikum bis zur Eisenzeit. Zu unterscheiden sind E. zur Siedlungsbefestigung (z.B. Linienbandkeramik, Rössener Kultur, Michelsberger Kultur, Endneolithikum), sowie nicht profan erklärbare E., wie die im Mittelneolithikum errichteten Kreisgrabenanlagen. Auch ehemals als Siedlungsbefestigungen interpretierte E. der Linienbandkeramik deuten inzwischen z.T. auf einen nichtfunktionalen Hintergrund, da sie in einigen Fällen als aneinandergereihte Längsgruben identifiziert werden konnten (z.B. Herxheim, Schletz).

Die Befestigungen wurden im Neolithikum meist durch Spitzgraben umgeben, später im Endneolithikum und der frühen Bronzezeit durch flachmuldige Solgraben. Über die Höhe der Palisaden ist nichts bekannt, da diese nur durch die Pfostengruben erhalten sind.

Buchrezension:
Medicus

– Medicus – Die Macht des Wissens
Darmstadt: wbg THEISS 2019, 256 S., 240 Abb., 30 Euro


AiD-Lexikon:
Zahnformel

Auch Gebissformel oder Zahnschema genannt.

Buch-Tipp:
Pest!

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