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Feuchtbodensiedlung

Von: Dr. Gundula Lidke
Siedlung in feuchtem Gelände, etwa im Uferbereich eines Sees, in sumpfigem Gelände oder auf einer Insel.

Der ältere Begriff Pfahlbausiedlung wird nicht mehr verwendet, da nicht alle derartigen Gebäude auf Pfählen direkt über dem Wasser errichtet wurden. Unter Luftabschluss haben sich in F. Gegenstände, besonders aus Holz, erhalten, die anderenorts nicht überliefert sind. Deshalb ist nicht nur eine gute Rekonstruktion des Alltags der damaligen Siedler möglich, sondern mittels der Dendrochronologie auch eine besonders genaue Datierung der einzelnen Siedlungsphasen. F. sind seit der Jungsteinzeit nachgewiesen. Besondere Berühmtheit erlangte der Bodenseeraum mit zahlreichen F. der Jungstein- und Bronzezeit.

Buchrezension:
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– Medicus – Die Macht des Wissens
Darmstadt: wbg THEISS 2019, 256 S., 240 Abb., 30 Euro


AiD-Lexikon:
Zahnformel

Auch Gebissformel oder Zahnschema genannt.

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