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Køkkenmøddinger

Von: Dr. Leif Steguweit

(dän.: Küchenabfallhaufen): Der Begriff wurde Mitte des 19. Jh. vom dänischen Zoologen J. Steenstrup als Fachausdruck für große Muschelhaufen geprägt. Deren vorgeschichtliches Alter wurde alsbald erkannt.

Seit der Kongemose-Kultur kommen K. im südlichen Ostseeraum (Dänemark, Schleswig-Holstein) vor. Charakteristisch sind sie insbesondere für die Ertebølle-Kultur. K. können Ausmaße von bis zu 140 m Länge, 40 m Breite und 1,50 m Höhe erreichen. Aufgrund des hochgradig basischen Milieus der calciumreichen Schalen ermöglichen K. die gute Erhaltung von Knochen (menschliche Gräber), aber auch von vielfältigen Siedlungsspuren.

Buchrezension:
Auferstehung der Antike

Archäologische Stätten digital rekonstruiert

Darmstadt: wbg Philipp von Zabern 2019, 132...


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Zahnformel

Auch Gebissformel oder Zahnschema genannt.