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Kreisgrabenanlage

Von: Dr. Leif Steguweit

Bauwerk, das ab dem Mittelneolithikum in Mitteleuropa auftritt, bestehend aus ein bis vier konzentrischen, kreisförmigen Spitzgräben sowie dazwischenliegenden Erdwällen.

Die Gräben können auch ellipsenförmig sein und die Durchmesser dieser Anlagen variieren stark (zwischen 40–300 m). Die Gräben sind etwa 3–6m tief, bei einer Breite von 4–8m. Die Funktion der K. ist ungeklärt (z.B. Fluchtburg, Tempelanlage, Kultplatz, Versammlungsort etc.), eine astronomische Ausrichtung nach Sonnenständen und/oder Gestirnen ist jedoch belegt.

K. des Mittelneolithikums sind aus der Stichbandkeramik, der Lengyel-Kultur, der Rössener Kultur, der Großgartacher Gruppe und Oberlauterbacher Gruppe bekannt. Weitere K. gibt es im Jungneolithikum in Verbindung mit der westeuropäischen Megalithkultur und in der Bronzezeit, wobei keinerlei Verbindung mit den mittelneolithischen Anlagen bewiesen ist.

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Zahnformel

Auch Gebissformel oder Zahnschema genannt.