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Langquaidbeil

Von: Kathrin Vogelsang
Das L. gehört zur Obergruppe der Randleistenbeile. L. tauchen am Ende der Frühbronzezeit/Beginn Mittelbronzezeit auf (ca. 1900–1500 v.Chr.). Von Friedrich Holste 1953 benannt nach dem Depotfund von Langquaid, Lkr. Kelheim, Niederbayern.

Von Björn-Uwe Abels wurden L. 1972 anhand ihres unterschiedlichen Seitenverlaufs in die Typen I und II samt Untervarianten weiter unterteilt. Die chronologische Bedeutung des L. wurde bereits 1924 durch Paul Reineckes Definition seiner Bronzezeitstufe A2 herausgestellt, zu der er u.a. den Hort von Langquaid heranzog. Die jüngere Phase der Frühbronzezeit wird entsprechend auch Langquaid-Horizont genannt. Das L. besitzt eine stark geschwungene Schneide, der nach außen gewölbte Nacken weist eine kleine Einkerbung auf.

Buchrezension:
Archäologischer Kalender 2020

Darmstadt: wbg Philipp von Zabern 2019, 24 S., 20 Euro


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Zahnformel

Auch Gebissformel oder Zahnschema genannt.