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Lausitzer Kultur

Von: Dr. Manfred Nawroth

Die Lausitzer Kultur entwickelte sich in der Zeit um 1300 v. Chr. als eine eigenständige Ausprägung der europäischen Urnenfelderkultur der jüngeren Bronzezeit im Raum zwischen Elbe und Weichsel.

Die Siedlungen lagen bevorzugt an Hängen in Gewässernähe, befestigte Anlagen sowohl auf Bergrücken als auch in sumpfigen Lagen. Bei den Bestattungsformen herrschte die Brandbestattung in Urnen auf großen Flachgräberfeldern vor. Typisch für die Grabausstattungen sind die mit Buckeln und Riefen verzierten Keramikgefäße und die Armut an metallenem Trachtzubehör und Waffen. Umfängliche Bronzeinventare mit Schmuck, Trachtzubehör, Waffen und Geräten sind in den Hortfunden belegt. Am Übergang zur Eisenzeit bilden sich starke regionale Unterschiede heraus, durch die sich die eigenständigen früheisenzeitlichen Gruppen der Aurither Gruppe, Billendorfer Kultur, der Göritzer Gruppe und der Schlesischen Gruppe unterscheiden lassen.

Buchrezension:
Archäologischer Kalender 2020

Darmstadt: wbg Philipp von Zabern 2019, 24 S., 20 Euro


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Zahnformel

Auch Gebissformel oder Zahnschema genannt.