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Megalithgrab

Von: Dr. Leif Steguweit
(griech. megas = groß, lithos = Stein): Sammelbezeichnung für von großen Steinen geschützte Grabanlagen im Neolithikum und der Bronzezeit: Dolmen, Ganggräber, Galeriegräber, Hunnenbetten, Kuppelgräber und Steinkisten. Verbreitung in W- und NW-Europa (aber auch Afrika und Asien).

M. wurden aus großen Steinen, meist Findlingen der Eiszeit oder großen Steinplatten errichtet und mit einem Grabhügel überschüttet. Die tragenden und die Deckensteine sind an der Innenseite oft glatt geschliffen und teilweise mit Gravuren und Bemalung verziert. Der umschreibende Grabhügel wurde in der Regel durch einen Steinkreis begrenzt, wahrscheinlich um ein Abrutschen der Erde zu vermeiden. In der Regel wurden die Toten in Mehrfachbestattungen oder Kollektivbestattungen niedergelegt. Die Monumentalität der M. deutet auf die beginnende soziale Differenzierung.

Buchrezension:
Archäologischer Kalender 2020

Darmstadt: wbg Philipp von Zabern 2019, 24 S., 20 Euro


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Zahnformel

Auch Gebissformel oder Zahnschema genannt.