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Neolithische Revolution

Von: Dr. Leif Steguweit
1936 von G. Childe geprägt, als Adaption des Begriffs der Industriellen Revolution, um damit den enormen Einschnitt zu würdigen, den die produzierende Wirtschaftsweise und Sesshaftigkeit für die Menschheit mit sich brachten.

Mit dem Begriff des Präkeramischen Neolithikums wurde klar, dass wichtige archäologische Quellen, wie die Keramik, allerdings unabhängig von Schritten zur Sesshaftigkeit zu sehen sind. Heute ist im weiteren deutlich, das ein Weiterbestehen jägerischer Lebensweisen trotz der Errichtung sakraler Monumentalarchitektur in Anatolien (z.B. Jericho, Nevali Cori, Göbekli Tepe) belegbar ist, wie auch die Aneignung und Nutzung von Wildgetreide einen langen Adaptionsprozess dargestellt hat. Neolithische Lebensformen setzten sich im Gegensatz dazu in Mitteleuropa mit der Linienbandkeramik tatsächlich relativ sprunghaft durch, obwohl auch hier z.B. über 1000 Jahre eine Koexistenz zum nordischen Spätmesolithikum bestand.

Buchrezension:
Auferstehung der Antike

Archäologische Stätten digital rekonstruiert

Darmstadt: wbg Philipp von Zabern 2019, 132...


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Zahnformel

Auch Gebissformel oder Zahnschema genannt.