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Notenkopfkeramik

Von: Dr. Leif Steguweit
5.300 – 5.100 v. Chr. Begriff 1914 von Palliardi eingeführt, nach der Ähnlichkeit der Gefäßverzierung mit Notensymbolen während der älteren Linearbandkeramik.

Weitverbreiteter Stil von Westdeutschland bis Transdanubien, der auf bestehende Netzwerke der älteren Linearbandkeramik hinweist. In Transdanubien folgt die N. auf die Keszthely-Gruppe; abgelöst wird sie durch die Želiezovce- (oder Zseliz-) Gruppe.

Hauptformen sind sog. Bombengefäße, Becher, Schalen, Hohlfußgefäße und als Besonderheit gegenüber den anderen Gruppen das Doppelmundgefäß. Die Feinkeramik ist mit parallelen Ritzlinien verziert, die über eingestochenen Punkten oder kleineren Einschnitten verlaufen. Weitere Motive sind Halbspiralen, Bogen und liegende S-Formen. In der Grobkeramik gibt es Fingerkniffverzierungen in verschiedenen Varianten, die oft das ganze Gefäß überziehen. Bemalte Gefäße sind selten nachgewiesen, wobei Bemalung und Applikationen als wahrscheinlich gelten können.

Buchrezension:
Medicus

– Medicus – Die Macht des Wissens
Darmstadt: wbg THEISS 2019, 256 S., 240 Abb., 30 Euro


AiD-Lexikon:
Zahnformel

Auch Gebissformel oder Zahnschema genannt.

Buch-Tipp:
Pest!

Katalog zur Ausstellung in Herne