AiD-Lexikon / BegriffBegriff

Ösenringbarren

Von: Dr. Angelika Hofmann
Neben den Spangenbarren für die frühe Bronzezeit kennzeichnender Barrentypus. In der Form den Ösenhalsringen entsprechend, wurden die zumeist aus Depotfunden vorliegenden Ringbarren nach dem Guss meist nur grob nachbearbeitet.

Bündelungen und Gewichtsnormierungen legen eine Funktion als Handels- bzw. Tauscheinheiten nahe. Aus dem Kupfer der nahe gelegenen alpinen Lagerstätten gefertigt, konzentrieren sich die Ö.- und Spangenbarrendepots im Alpenvorland, von wo aus sie über Flüsse weiter bis in den Ostseeraum vermittelt wurden. Kontrovers diskutiert ist die Deutung der Depotfunde: profan als »Verwahrfunde« (z.B. als Materiallager), kultisch als »Gaben an die Götter«.

Buchrezension:
Medicus

– Medicus – Die Macht des Wissens
Darmstadt: wbg THEISS 2019, 256 S., 240 Abb., 30 Euro


AiD-Lexikon:
Zahnformel

Auch Gebissformel oder Zahnschema genannt.

Buch-Tipp:
Pest!

Katalog zur Ausstellung in Herne