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Pfostenloch

Von: Dr. Leif Steguweit
Als »Entdecker« des P. gilt C. Schuchhardt bei Grabungen im römischen Kastell von Haltern (Westfalen). Mit P. wird die Grubeneinfüllung bezeichnet, die sich nach Einsetzen eines Pfostens (Pfahls) dunkel im umgebenden Sediment abzeichnet.

Standardbefund zur Rekonstruktion von Gebäudestrukturen vom Jungpaläolithikum (Stangenzelte) bis in historische Zeiten.

Selten ist in einem Pfostenloch auch der Schatten des vergangenen Pfostens selbst erkennbar, die so genannte Pfostenspur. Diese wurde erst beim Verrotten des Holzes mit Erde verfüllt und hebt sich daher gegenüber dem Pfostenloch ab.

 

Buchrezension:
Archäologischer Kalender 2020

Darmstadt: wbg Philipp von Zabern 2019, 24 S., 20 Euro


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Zahnformel

Auch Gebissformel oder Zahnschema genannt.