AiD-Lexikon / BegriffBegriff

Stereolithografie

Von: Prof. Dr. Joachim Wahl

In den 1980er-Jahren entwickeltes Verfahren zur zerstörungsfreien Herstellung dreidimensionaler Abformungen aus Kunstharz, das auch als »Selektives Laser-Sintern« bezeichnet wird.

Dazu werden die Konturen des Originals zunächst per Computertomografie oder CAD abgetastet und erfasst, die Daten anschließend in Querschnitte umgewandelt und per Laserstrahl auf die Oberfläche eines Bades aus flüssigem Kunstharz (Epoxid- oder Acrylharz) projiziert. Das UV-Licht bewirkt die selektive Aushärtung (Polymerisation) der jeweiligen Schnittkontur. Nach Absenkung der Bauplattform im Inneren des Harzbehälters wird eine neue Harzschicht aufgetragen, diese entsprechend ausgehärtet und das komplette Objekt so schichtweise nachgebildet. Je nach Schichtdicke ergibt sich ein Replikat mit hoher Maßgenauigkeit und Detailtreue, wobei auch Überhänge, Hinterschneidungen und die inneren Konturen exakt nachgebildet werden.

Buchrezension:
Medicus

– Medicus – Die Macht des Wissens
Darmstadt: wbg THEISS 2019, 256 S., 240 Abb., 30 Euro


AiD-Lexikon:
Zahnformel

Auch Gebissformel oder Zahnschema genannt.

Buch-Tipp:
Pest!

Katalog zur Ausstellung in Herne