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02.11.2017

Ältester Nachweis von Bienenwachs als Klebstoff in Europa?

von LWL-Archäologie für Westfalen?

An einer Speerspitze aus der Altsteinzeit haben Wissenschaftler unter Federführung von Archäologen des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe (LWL) Spuren von Bienenwachs entdeckt.

Der 13 000 Jahre alte Fund ist damit einer der weltweit frühesten Belege für die Verwendung von Bienenwachs als Klebstoff. Für die Forscher bietet dieser Nachweis eine aufschlussreiche Quelle zur Technologiegeschichte, zu Klima und Umweltbedingungen in der Altsteinzeit.?

Seit 80 Jahren liegt die Spitze aus der Altsteinzeit im Gustav-Lübcke-Museum in Hamm, ohne dass ihr außergewöhnlicher wissenschaftlicher Wert bisher bekannt gewesen wäre. In den 1930er Jahren war sie bei Flussbegradigungen der Seseke nahe Bergkamen-Oberaden (Kreis Unna) gefunden worden. Sie ist aus Knochen gefertigt und mit Widerhaken versehen. Solche Speere wurden in der Steinzeit zum Fischfang verwendet. Völlig überraschend stellten die Forscher daran nun Spuren von Bienenwachs fest. Im unteren Bereich der Spitze haftet eine schwarze Substanz, die erst jetzt näher analysiert wurde, da sie lange Zeit für Birkenpech gehalten wurde. Mehr zu diesem sensationellen Ergebnis erfahren Sie im »Spektrum« der AiD 1/2018.

Buchrezension:
Als der Mensch die Kunst erfand

– Eiszeithöhlen der Schwäbischen Alb

Darmstadt: Theiss Verlag 2017, 192 S., 110 farb....


AiD-Lexikon:
Danewerk

Riesige frühmittelalterliche Wallanlage im Grenzgebiet zwischen Deutschland und Dänemark.