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05.06.2019

Altsteinzeitliche Jäger im Regenwald

von AiD

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Eine Studie in der Februarausgabe von »Nature Communications« belegt: Der Mensch jagte vor 45 000 Jahren im Regenwald von Sri Lanka Baumaffen und andere Kleinsäuger.

Ein internationales Team unter Leitung des Jenaer Max-Planck-Instituts entdeckte auf dem ältesten von Menschen besiedelten Platz der Insel, in der Fa-Hien-Höhle, Überreste kleiner Säugetiere, darunter auch Affen, mit Spuren von Brandflecken und Verbrennungen neben speziellen Werkzeugen aus Knochen und Stein.

Tropische Regenwälder sind kein leichtes Terrain. Fachleuten sahen sie bislang eher als Hindernis für die Ausbreitung des Menschen wegen Krankheiten, begrenzten Ressourcen und der Schwierigkeit, sich im Regenwald von der Jagd zu ernähren. Sri Lanka spielt eine prominente Rolle in der Diskussion über frühe menschliche Anpassung an tropische Regenwälder, obwohl es generell an einer systematischen Analyse von tierischen Überresten aus Fundplätzen der Insel mangelt. Der archäologische Nachweis für die anspruchsvolle, aktive Jagd auf typische Beutetiere im Regenwald von Sri Lanka zeigt jetzt, dass der frühe Homo sapiens durchaus in der Lage war, in diesem anspruchsvollen Biotop zu überleben.

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