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05.06.2019

Der Archäologische Grabungs-Kompetenz-Pass ist da!

von AiD
Man sollte nie damit aufhören, zu Lernen. Als Ansporn und Unterstützung kann hierbei ab sofort der sogenannte Archäologische Grabungs-Kompetenz-Pass dienen, der als Protokoll der praktischen Ausbildung in den frühen Stadien der Karriereentwicklung von Studierenden wie auch ehrenamtlichen Mitarbeitern angedacht ist.

Entwickelt wurde er in einer Kooperation von ArchaeoPublica und British Archaeoogical Jobs and Resources. Professionelle archäologische Organisationen wie die DGUF (Deutsche Gesellschaft für Ur- und Frühgeschichte), die IÖAF (Internationales Österreichisches ArchäologieForum) und das ATF (Archaeology Training Forum) unterstützen den Pass offiziell, da sich der »Vorgänger«, der Archaeology Skills Passport in Großbritannien, bereits bewährt hat. Schließlich handelt es sich hierbei um ein Medium, das nicht nur den Inhabern eine Hilfe bei der Beurteilung der eigenen Kompetenzen ist, sondern auch Archäologen bei der Auswahl qualifizierter Mitarbeiter unterstützt, sowie eine Überprüfung der Leistungen der bereits Angestellten ermöglicht.

Das Prinzip des Ganzen ist möglichst einfach gehalten. Es funktioniert nach dem »4 Unterschriften«-Prinzip. Das heißt, eine jede Fertigkeit kann von vier voneinander unabhängigen Prüfern bewertet werden, indem sie dem Inhaber des Passes per Unterschrift verifizieren, ob er in dem betreffenden Bereich Anfänger, Fortgeschrittener oder Profi ist. Dazu befugt sind professionelle Archäologen, also beispielsweise Grabungsleiter oder Lehrkräfte. Neben den fest integrierten Kompetenzen, dazu zählen beispielsweise die Fähigkeiten ein Vermessungsnetz abstecken zu können, Profilzeichnungen anfertigen oder auch Grabungsberichte schreiben und digitale Datensätze schreiben zu können, ist auch Platz für zusätzliche Einträge individueller Fertigkeiten, von Projekte, persönlichen Zielen und Fortbildungen.

Mehr über den Archäologischen Grabungs-Kompetenz Pass sowie Links zum Download der kostenlosen PDF bzw. der Bestellung der Printversion gibt es hier.

 

 

Buchrezension:
Saxones

Darmstadt: wbg Theiss 2019, 376 S., 280 farb. Abb., 35 Euro


AiD-Lexikon:
Zahnformel

Auch Gebissformel oder Zahnschema genannt.