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14.11.2019

Neues zur Geschichte der Hirse

von AiD

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Wo und wann wurde Hirse domestiziert? Wie bzw. in welche Richtungen verbreitete sie sich? Und welchen Einfluss hatte sie auf das Bevölkerungswachstum? In einer aktuellen Studie gibt ein internationales Team unter Beteiligung der Außenstelle Peking des Deutschen Archäologischen Instituts nun neue Einblicke in die bislang wenig erforschte Geschichte dieser wichtigen Kulturpflanze.

Demzufolge wurde Hirse bereits um 5800 v.Chr. in der Schwemmebene des Gelben Flusses und des Liao Flusses um die Bucht von Bohai herum angebaut. Von dort aus breitete sie sich aus und ist ab ca. 3200 v.Chr. am Oberlauf des Yangzi, ab etwa 2300 v.Chr. dann in Südost-Kasachstan als Kulturpflanze nachweisbar. Nach Japan gelangte Sie infolge der derzeitigen archäologischen Fundlage vermutlich um 1000 v.Chr., indem Einwanderer aus Korea Hirse zusammen mit anderen Gütern wie Bronze und Eisen mit sich brachten. Vergleiche mit einer Statistik von Fundplatzzahlen geben zudem Hinweise auf zwei drastische An- und Abstiege in den Bevölkerungszahlen Chinas, die vermutlich mit der zur Verfügung stehenden Anbaufläche für die Wildpflanze in Verbindung stehen.

Buchrezension:
Archäologischer Kalender 2020

Darmstadt: wbg Philipp von Zabern 2019, 24 S., 20 Euro


AiD-Lexikon:
Zahnformel

Auch Gebissformel oder Zahnschema genannt.