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01.08.2019

Seit wann wird Hanf geraucht und nicht getragen?

von AiD

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Wegen seiner öligen Samen und der haltbaren Pflanzenfasern wird Hanf seit Tausenden von Jahren angebaut. Aber wo liegen eigentlich die Anfänge des Cannabis-Rauchens und wann bzw. wo fing der Mensch damit an, Hanfsorten mit einem erhöhten Anteil an Cannabinoiden anzubauen?

Infolge des griechischen Historikers Herodot liegen die Ursprünge in den Steppen Zentralasiens. Einem internationalen Forscherteam des Max-Planck-Instituts für Menschheitsgeschichte, der Chinesischen Akademie der Wissenschaften sowie der Chinesischen Akademie der Sozialwissenschaften ist es nun gelungen, konkrete Beweise hierfür zu finden.

In 2500 Jahre alten Räuchergefäßen, die bei Grabungen auf einer Begräbnisstätte im östlichen Pamir-Gebirge zutage gekommen waren, entdeckten sie Überreste von verbranntem Cannabis mit erhöhtem THC-Gehalt. Ein deutlicher Hinweis darauf, dass die entsprechende Hanfsorte berauschende Eigenschaften hatte. Dies unterstreicht die Vermutung, dass die Menschen in den östlichen Bergregionen Zentralasiens damit begannen, Cannabis aufgrund seiner berauschenden Wirkung zu nutzen und dass sich der Gebrauch von hier aus weiter ausbreitete.

Buchrezension:
Archäologischer Kalender 2020

Darmstadt: wbg Philipp von Zabern 2019, 24 S., 20 Euro


AiD-Lexikon:
Zahnformel

Auch Gebissformel oder Zahnschema genannt.