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06.12.2018

Wikingerschiff in Norwegen mit Bodenradar aufgespürt

von AiD
Mit einem motorisierten Bodenradar haben Archäologen bei Østfold in Norwegen ein Wikingerschiff und eine große Anzahl von Grabhügeln und Langhäusern entdeckt.

Die Wissenschaftler vom norwegischen Institut für Kulturgüterforschung (NIKU) setzten dafür eine im Ludwig Boltzmann Institut für Archäologische Prospektion und Virtuelle Archäologie (LBI ArchPro) in Wien entwickelte Technik ein.

Das Wikingerschiff liegt in einer Tiefe von ungefähr 50 cm, ursprünglich erhob sich darüber ein Grabhügel. Die digitalen Visualisierungen der Radardaten zeigen eine klar erkenntliche schiffsförmige Struktur mit einer Länge von 20 m. Die Daten deuten darauf hin, dass der untere Teil des Schiffes bis heute gut konserviert ist. Weitere zerstörungsfreie Untersuchungen sind geplant, um diesen besonderen Fund und die umgebende Landschaft digital zu kartieren. Im Januar erscheint in der Rubrik Blickpunkt von Heft 1/2019 der AiD ein kurzer Bericht zu dem sensationellen Fund. Vorab vermittelt ein Youtube-Video der NIKU erste Eindrücke.

Buchrezension:
Valentinian I. und die Pfalz in der Spätantike

Ubstadt-Weiher: Verlag Regionalkultur 2018, 136 S. mit 146 meist farbigen Abb, 19,95 Euro


AiD-Lexikon:
Danewerk

Riesige frühmittelalterliche Wallanlage im Grenzgebiet zwischen Deutschland und Dänemark.

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