Einzelhefte

Thema: Transalpine Migration

 

Mobilität und Handel sind wesentlich für Entwicklung und Fortschritt. Doch wie mobil war der Mensch der Vorzeit? Nirgends lässt sich das besser nachvollziehen als an den Alpen. Welche Kontakte bestanden zwischen den Regionen diesseits und jenseits des Gebirges? Lässt sich erkennen, wer kam, um zu bleiben, und wer nach einer Weile wieder ging? Um diese Fragen zu beantworten, setzen die Autoren auf ein noch junges Verfahren: Isotopenanalsyen an Leichenbränden von der Spätbronzezeit bis in die Römische Kaiserzeit.

 

 

Thema: Virtuelle Vergangenheit

Digitale Technologien drängen mit Macht in die Archäologie. Eine besondere Chance bietet die Virtualisierung: Virtuelle Rekonstruktionen von Objekten oder gar ganzer Lebenswelten schlagen eine Brücke von der Wissenschaft zur Öffentlichkeit, wecken Interesse und Verständnis für das kulturelle Erbe. Apps holen Funde aus dem Archiv und tragen sie in die Landschaft, bringen Ausgrabungsbefunde ins Museum oder gleich alles auf einmal ins heimatliche Wohnzimmer. Im Thema zeigen Fachleute exemplarisch die schier grenzenlosen Möglichkeiten.


Thema: Bollwerke, Bastionen und Bombarden

Lange Zeit genu?gten einfache Ringmauern, um die mittelalterlichen Städte und Burgen zu schu?tzen. Doch spätestens ab dem 15. Jh. stellten Schießpulver und Feuerwaffen neue Herausforderungen an das Befestigungswesen. Es entstanden völlig neue Festungsanlagen, die auf die Anforderungen der modernen Waffentechnik abgestimmt waren.


Thema: Fürsten, Krieger, Heiligtümer - Aunjetitzer Kultur

 

Die Aunjetitzer Kultur, benannt nach einem Fundort in Böhmen, prägt in der frühen Bronzezeit von 2200 bis 1600 v. Chr. das Zentrum Europas. Berühmte Funde sind die Fürstengräber von Leubingen und Helmsdorf oder die Himmelsscheibe von Nebra. In den vergangenen 15 Jahren haben Ausgrabungen – erstmals auch in Siedlungen und Heiligtümern –, große Projekte, naturwissenschaftliche Methoden und neue Interpretationen unser Wissen über die Aunjetitzer Kultur entscheidend vorangebracht..

 

 

Thema: Die Alamannen von Lauchheim

Als 1986 in Lauchheim Gräber zum Vorschein kamen, ahnte niemand, wie wichtig der Platz fu?r die Fru?hmittelalterforschung werden sollte: Nach Abschluss der Grabungen im Jahr 2005 hatten Archäologen nicht nur eines der größten Reihengräberfelder Su?dwestdeutschlands untersucht, sondern auch eine dazu gehörende Siedlung freigelegt. Viele hochkarätige Funde wurden geborgen, zudem waren Objekte aus organischem Material erhalten. Aber wie sollte man die enormen Fundmassen bewältigen, um sie der Forschung zugänglich zu machen?

Thema: Jüdische Stadtviertel im Mittelalter

 

Jüdische Gemeinden bildeten im Mittelalter über viele Jahrhunderte hinweg einen integralen Bestandteil der deutschen Städte. Archäologische Funde sind vielsagende Zeugen vom alltäglichen Leben dieser Gemeinschaften – ein Leben teils blühend, teils gefährdet, oft unterdrückt, aber stets von besonderer Bedeutung fuür die Entwicklung der mittelalterlichen Stadt. Die Spuren ihrer Bewohner sind heute beredte Zeugnisse einer wechselvollen Existenz zwischen friedlicher Nachbarschaft und grausamer Verfolgung.

 

 
Buchrezension:
Metropolen der Antike

Darmstadt: wbg Philipp von Zabern 2019, 240 S., 48 Euro


AiD-Lexikon:
Zahnformel

Auch Gebissformel oder Zahnschema genannt.