Einzelhefte

Titelthema: Gold

"Nach Golde drängt, am Golde hängt doch alles. Ach, wir Armen!" - sinniert Gretchen in Goethes Faust. Und sie hat wohl recht, denn zumindest seit der Mensch sesshaft wurde, ist das Edelmetall aus Geschichte und Archäologie nicht mehr wegzudenken. Was haben die Menschen nicht alles getan, um an diesen Stoff zu kommen? Gesucht, gegraben, gewaschen, Kriege geführt, Massaker begangen! Unser Titelthema widmen wir diesem wertvollen Material und beleuchten seinen Weg aus den frühen Bergwerken über die kunstvolle, aufwendige Verarbeitung bis hin zu den prächtigen Prestige - objekten, die etwa aus Qatna überliefert sind.


Titelthema: Kulturerbe Europas – Innovation

Der Mensch strebt nach Effizienz und Perfektion. Neue Erfindungen breiten sich schnell aus. Bronze- und Eisenzeit sind nach Innovationen benannt, die ganze Epochen prägten. Gleichzeitig ist Innovation aber auch eine ganz alltägliche Erfahrung, die sich mit archäologischen Methoden gut nachvollziehen lässt. Wie schon mehrfach in der Vorgeschichte steht die Menschheit auch heute vor großen Herausforderungen. Da macht die menschliche Fähigkeit zur Innovation, wie wir sie in allen Epochen archäologisch belegen können, Hoffnung.


Titelthema: Kulturerbe Europas – Austausch

Bereits in der Jungsteinzeit zur Zeit der ersten Bauern gab es in Europa eine komplexe Infrastruktur: Rohstoffe und Fertigprodukte bis hin zu Luxusgütern wurden über weite Entfernungen verhandelt. Ursprünglich reichte man die meisten Güter von Hand zu Hand. Das Fundmaterial römischer und mittelalterlicher Städte bietet zahlreiche Belege für internationalen und professionellen Handel. Neue Forschungsergebnisse geben Einblick in die Vielfalt des Warenverkehrs und die Auswirkungen des Handels von der Vorgeschichte bis zum Mittelalter.

Titelthema: Kulturerbe Europas – Konflikt

Europa war immer ein Ort der Auseinandersetzungen um Ideen, Geisteshaltungen, Glaube und Religion, die nicht selten mit Gewalt ausgetragen wurden. Die geistige Kultur wurde dabei mittelbar vernichtet durch bewusste Zerstörung ihrer materiellen Ausdrucksformen. So potenzierte sich Niederlage des Gegners. Auswirkungen des Bildersturm sind archäologisch fassbar: Skulpturen wurden unkenntlich gemacht, Monumente hat man komplett demontiert und vergraben, das alles um ihre Bedeutung dem Vergessen anheimfallen zu lassen. Der damit verbundene politische oder religiöse Machtanspruch sollte vom Erdboden getilgt werden. Bildersturm ist bis heute ein perfides Mittel, um ganze Geisteswelten zu vernichten.

Titelthema: Kulturerbe Europas – Mobilität

 

2018 wird Europäisches Kulturerbejahr! Ab Januar stehen vier unserer Hefte ganz im Zeichen dieses Events. Ziel des Themenjahres ist es, die verbindenden Elemente ­europäischer Kultur herauszustellen und sich der gemeinsamen Werte wieder ­bewusst zu werden. Wir beginnen mit dem Thema Mobilität: Austausch und Bewegung über Grenzen hinweg waren schon immer ein zentrales menschliches Anliegen. ­Schlaglichtartig beleuchten wir ­frühmeso­lithische Alpenüberquerungen, grenzenloses Reisen im Römischen Reich oder ­»internationale« Verbindungen über ­mittel­alterliche Handelswege.

 

 

Titelthema: Burgen der Lausitzer Kultur

Den Begriff Lausitzer Kultur prägte 1880 der berühmte Mediziner Rudolf Virchow. Von Elbe und Saale bis zur Weichsel, von der Slowakei bis zur Ostsee entstanden zwischen 1300 und 500 v.Chr. zahllose gleichförmige Friedhöfe mit teils mehr als 1000 Brandgräbern, die oft ganze Geschirrsätze, aber wenig Metall enthielten. Ganz anders die zahlreichen Burgen dieser Zeit: Ausgrabungen zeichnen ein lebendiges Bild religiöser, wirtschaftlicher und politischer Zentren mit weit reichenden Verbindungen. Die Burgen kontrollierten die Handelswege, in ihrem Schutz gedieh das Metallhandwerk, wovon umfangreiche Horte mit Bronzen zeugen.


Buchrezension:
Die Macht der Karten

– Eine Geschichte der Kartographie vom Mittelalter bis heute
Darmstadt: Theiss-Verlag,...


AiD-Lexikon:
Danewerk

Riesige frühmittelalterliche Wallanlage im Grenzgebiet zwischen Deutschland und Dänemark.