Einzelhefte

Titelthema: Kulturerbe Europas – Konflikt

Europa war immer ein Ort der Auseinandersetzungen um Ideen, Geisteshaltungen, Glaube und Religion, die nicht selten mit Gewalt ausgetragen wurden. Die geistige Kultur wurde dabei mittelbar vernichtet durch bewusste Zerstörung ihrer materiellen Ausdrucksformen. So potenzierte sich Niederlage des Gegners. Auswirkungen des Bildersturm sind archäologisch fassbar: Skulpturen wurden unkenntlich gemacht, Monumente hat man komplett demontiert und vergraben, das alles um ihre Bedeutung dem Vergessen anheimfallen zu lassen. Der damit verbundene politische oder religiöse Machtanspruch sollte vom Erdboden getilgt werden. Bildersturm ist bis heute ein perfides Mittel, um ganze Geisteswelten zu vernichten.

Titelthema: Kulturerbe Europas – Mobilität

 

2018 wird Europäisches Kulturerbejahr! Ab Januar stehen vier unserer Hefte ganz im Zeichen dieses Events. Ziel des Themenjahres ist es, die verbindenden Elemente ­europäischer Kultur herauszustellen und sich der gemeinsamen Werte wieder ­bewusst zu werden. Wir beginnen mit dem Thema Mobilität: Austausch und Bewegung über Grenzen hinweg waren schon immer ein zentrales menschliches Anliegen. ­Schlaglichtartig beleuchten wir ­frühmeso­lithische Alpenüberquerungen, grenzenloses Reisen im Römischen Reich oder ­»internationale« Verbindungen über ­mittel­alterliche Handelswege.

 

 

Titelthema: Burgen der Lausitzer Kultur

Den Begriff Lausitzer Kultur prägte 1880 der berühmte Mediziner Rudolf Virchow. Von Elbe und Saale bis zur Weichsel, von der Slowakei bis zur Ostsee entstanden zwischen 1300 und 500 v.Chr. zahllose gleichförmige Friedhöfe mit teils mehr als 1000 Brandgräbern, die oft ganze Geschirrsätze, aber wenig Metall enthielten. Ganz anders die zahlreichen Burgen dieser Zeit: Ausgrabungen zeichnen ein lebendiges Bild religiöser, wirtschaftlicher und politischer Zentren mit weit reichenden Verbindungen. Die Burgen kontrollierten die Handelswege, in ihrem Schutz gedieh das Metallhandwerk, wovon umfangreiche Horte mit Bronzen zeugen.


Titelthema: Zwischen den Zeiten – Letzte Jäger im Norden

Die Erforschung des Mesolithikums befasst sich mit Jäger-Sammler-Fischer-Kulturen zu Beginn unserer heutigen Warmzeit. Zwar tritt sie gegenüber der Archäologie eiszeitlicher Rentierjägerkulturen oder neolithischer Bauernkulturen in der öffentlichen Wahrnehmung häufig etwas in den Hintergrund, doch haben in den vergangenen Jahren spannende Neuentdeckungen im nördlichen Europa und Forschungsinitiativen unseren Kenntnisstand über diesen Abschnitt der Menschheitsgeschichte beträchtlich erweitert. Unser Titelthema gibt einen Überblick über den derzeitigen Forschungsstand stellt einige bedeutende Projekte vor.


Titelthema: Häfen. Von den Römern bis ins Mittelalter

Häfen sind das Tor zur großen weiten Welt. Seit der Mensch Handel treibt, sind Häfen wichtige Umschlagplätze und verbinden die Kulturen. Einerseits unterliegen sie den naturräumlichen Gegebenheiten der Meere und Flüsse, andererseits bilden die technischen Anlagen das Rückgrat regionaler und überregionaler Verkehrsnetze, und es bedarf logistischer Strukturen, um den Warenverkehr und die Versorgung zu sichern. Im Rahmen eines DFG-Schwerpunktprogramms widmen sich rund 60 Wissenschaftler in 18 Einzelprojekten der interdisziplinären Erforschung des Phänomens Hafen. Im Titelthema stellen wir Ihnen die neuesten Ergebnisse vor.


Titelthema: Hügelgräberkultur

Während zwischen 1550 und 1300 v. Chr. in Ägypten mächtige Pharaonen wie Thutmosis III. regierten, dehnte sich in Anatolien das Reich der Hethiter aus, dessen Herrscher in der monumentalen Hauptstadt Hattusa residierten. Dieselbe Zeit sah Blüte und Niedergang der durch Palastbauten geprägten spätminoischen Kultur Kretas sowie die mykenische Kultur des griechischen Festlands mit ihren prunkvollen Gräbern und imposanten Burgen. In Mitteleuropa kennen wir zu dieser Zeit die Hügelgräberkultur, benannt nach der vorherrschenden Form des Grabbaus. Auf den ersten Blick wirkt die Hügelgräberkultur - im Vergleich mit den genannten Hochkulturen - vielleicht marginal und unbedeutend. Bei näherem Hinsehen zeigt sie jedoch faszinierende Facetten. Dies betrifft nicht nur die Grabsitten sondern auch das Siedlungswesen und die materielle Kultur.
Buchrezension:
Die Etrusker

– Weltkultur im antiken Italien

Darmstadt: Theiss Verlag 2017, 400 S., 531 meist...


AiD-Lexikon:
Danewerk

Riesige frühmittelalterliche Wallanlage im Grenzgebiet zwischen Deutschland und Dänemark.