Einzelhefte

Titelthema: Burgen der Lausitzer Kultur

Den Begriff Lausitzer Kultur prägte 1880 der berühmte Mediziner Rudolf Virchow. Von Elbe und Saale bis zur Weichsel, von der Slowakei bis zur Ostsee entstanden zwischen 1300 und 500 v.Chr. zahllose gleichförmige Friedhöfe mit teils mehr als 1000 Brandgräbern, die oft ganze Geschirrsätze, aber wenig Metall enthielten. Ganz anders die zahlreichen Burgen dieser Zeit: Ausgrabungen zeichnen ein lebendiges Bild religiöser, wirtschaftlicher und politischer Zentren mit weit reichenden Verbindungen. Die Burgen kontrollierten die Handelswege, in ihrem Schutz gedieh das Metallhandwerk, wovon umfangreiche Horte mit Bronzen zeugen.


Titelthema: Zwischen den Zeiten – Letzte Jäger im Norden

Die Erforschung des Mesolithikums befasst sich mit Jäger-Sammler-Fischer-Kulturen zu Beginn unserer heutigen Warmzeit. Zwar tritt sie gegenüber der Archäologie eiszeitlicher Rentierjägerkulturen oder neolithischer Bauernkulturen in der öffentlichen Wahrnehmung häufig etwas in den Hintergrund, doch haben in den vergangenen Jahren spannende Neuentdeckungen im nördlichen Europa und Forschungsinitiativen unseren Kenntnisstand über diesen Abschnitt der Menschheitsgeschichte beträchtlich erweitert. Unser Titelthema gibt einen Überblick über den derzeitigen Forschungsstand stellt einige bedeutende Projekte vor.


Titelthema: Häfen. Von den Römern bis ins Mittelalter

Häfen sind das Tor zur großen weiten Welt. Seit der Mensch Handel treibt, sind Häfen wichtige Umschlagplätze und verbinden die Kulturen. Einerseits unterliegen sie den naturräumlichen Gegebenheiten der Meere und Flüsse, andererseits bilden die technischen Anlagen das Rückgrat regionaler und überregionaler Verkehrsnetze, und es bedarf logistischer Strukturen, um den Warenverkehr und die Versorgung zu sichern. Im Rahmen eines DFG-Schwerpunktprogramms widmen sich rund 60 Wissenschaftler in 18 Einzelprojekten der interdisziplinären Erforschung des Phänomens Hafen. Im Titelthema stellen wir Ihnen die neuesten Ergebnisse vor.


Titelthema: Hügelgräberkultur

Während zwischen 1550 und 1300 v. Chr. in Ägypten mächtige Pharaonen wie Thutmosis III. regierten, dehnte sich in Anatolien das Reich der Hethiter aus, dessen Herrscher in der monumentalen Hauptstadt Hattusa residierten. Dieselbe Zeit sah Blüte und Niedergang der durch Palastbauten geprägten spätminoischen Kultur Kretas sowie die mykenische Kultur des griechischen Festlands mit ihren prunkvollen Gräbern und imposanten Burgen. In Mitteleuropa kennen wir zu dieser Zeit die Hügelgräberkultur, benannt nach der vorherrschenden Form des Grabbaus. Auf den ersten Blick wirkt die Hügelgräberkultur - im Vergleich mit den genannten Hochkulturen - vielleicht marginal und unbedeutend. Bei näherem Hinsehen zeigt sie jedoch faszinierende Facetten. Dies betrifft nicht nur die Grabsitten sondern auch das Siedlungswesen und die materielle Kultur.

Titelthema: Anthropologie – Die Lehre vom Menschen

Bei Ausgrabungen werden sehr oft ­­­mensch­liche Überreste geborgen: ­über­­wiegend Skelette oder Leichenbrand, ­seltener Mumien und Moorleichen. Diesen Überresten kann man eine Vielzahl an Informationen über das Leben der ­Menschen in der Vorzeit entlocken. Die ­Anthropologie verfügt dafür über ein breites Spektrum an Methoden. Bewährte herkömmliche Untersuchungen an den ­Knochen liefern in Kombination mit modernen Analyseverfahren erstaunliche Erkenntnisse zu Krankheiten, Folgen von Gewalt oder sogar zum genetischen Code von Krankheitserregern. Die Anthropologie ist unentbehrlich für alle, die das Leben der Menschen in vergangenen Zeiten ­erforschen.

Titelthema: Die Heuneburg

 

Als die ältesten Städte Mitteleuropas gelten die spätkeltischen Oppida des 1. Jh. v.Chr. Doch intensive Forschungen lehren uns eines Besseren: In Süddeutschland und den angrenzenden Gebieten gab es schon im 6. und 5. Jh. v.Chr. vorübergehend städtisches Leben. Am besten erforscht ist die Heuneburg an der Oberen Donau. Die Burg bildet den Kern eines urbanen Zentrums, das wohl mit dem von Herodot erwähnten Pyrene gleichzusetzen ist. In den letzten Jahren haben sich die Ereignisse geradezu überschlagen. Die Wissenschaftler stießen auf Fürstengräber, Kultplätze, Befestigungen, Straßen und Dörfer, die einen völlig neuen Blick auf die Heuneburg und die Welt der frühen Kelten erlauben.

 

 
Buchrezension:
Als der Mensch die Kunst erfand

– Eiszeithöhlen der Schwäbischen Alb

Darmstadt: Theiss Verlag 2017, 192 S., 110 farb....


AiD-Lexikon:
Danewerk

Riesige frühmittelalterliche Wallanlage im Grenzgebiet zwischen Deutschland und Dänemark.