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Buchrezension

Als der Mensch die Kunst erfand

Nicholas J.Conard, Claus-Joachim Kind

– Eiszeithöhlen der Schwäbischen Alb

Darmstadt: Theiss Verlag 2017, 192 S., 110 farb. Abb., 5 Karten, 39,95 Euro

In diesem Sommer war es so weit: Deutschland hat seine 42. Weltkulturerbestätte in Krakau zertifiziert bekommen. Eine ganz besondere dazuhin, ist es doch sozusagen eine Geburtsstätte menschlicher Kultur überhaupt! In sechs Höhlen auf der schönen Schwäbischen-Alb, in denen Archäologen seit fast hundert Jahren Urgeschichtsforschung betreiben, wurden die bislang ältesten Schnitzereien und Musikinstrumente der Menschheit gefunden (siehe auch unser Interview in Heft 5?/?2017). Der Tübinger Professor ­Nicholas J. Conard und Professor Joachim Kind, Konservator am Landesamt für Denkmalpflege in Baden-Württemberg, sind Autoren dieses prächtigen Bandes. Man kann ihn getrost als ebenso offizielle wie authentische Würdigung der 6. Welterbestätte im Südweststaat bezeichnen. Damit übrigens nach den Pfahlbauten und dem römischen Limes die dritte archäologische. Beide Autoren haben seit vielen Jahren in den Albtälern der Ach und der Lone nahe Ulm gegraben und geforscht. Sie waren es auch, die den langen administrativen Weg zur Zertifizierung fachlich vorbereiteten. Das wissenschaftlich fundierte Buch präsentiert alle wichtigen Funde in hervorragenden Abbildungen. Es erzählt daneben die Forschungsgeschichte mit spektakulären Bildern, und zeigt die nun unter Kulturschutz stehende, teils bizarre Felsenwelt an den Talhängen von Ach und Lone. Dort liegen die Höhlen, von wo aus die Steinzeitjäger zu ihren Beutezügen aufbrachen und ihre wohl kultischen Figuren schnitzten.

AiD


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