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Buchrezension

Anfang und Ende – Vormoderne Szenarien von ­Weltentstehung und Weltuntergang

Marion Gindhart/Tanja Pommerening (Hrsg.)

Darmstadt: Verlag Philipp von Zabern 2016, 144 S., 86 Farb-, 15 S/W-Abb., 29,95 Euro

Mit der Entstehung der Welt und ihrem Untergang widmet sich dieses aus den Vorträgen einer Ringvorlesung hervorgegangene Buch zentralen Fragen der Menschheitsgeschichte. In den antiken Kulturen war diese Frage umso virulenter, da man sich einer Natur ausgesetzt sah, deren physikalische Gesetzmäßigkeiten man weithin nicht kannte. Für die Gestaltung einer Kosmogonie dienten in den frühen Kulturen u.a. die eigenen naturräumlichen Gegebenheiten und mythologischen Vorstellungen als maßgebliche Projektionsflächen, wie sich den reich bebilderten Beiträgen oftmals entnehmen lässt. Nicht zuletzt wirkten viele dieser Kosmogonien für den interkulturellen Austausch stimulierend. Besonders in Griechenland ist daneben ein philosophisch-naturwissenschaftlicher Ansatz erkennbar. Freilich ist der Rahmen thematisch, chronologisch und konzeptionell derart weit gefasst, dass man keine stringente Darstellung zu diesem Thema ­erwarten darf: Neben konzisen Überblicken über Kosmogonien aus Mesopotamien und Ägypten finden sich Beiträge, in denen bestimmte Aspekte über kosmogonische und apokalyptische Vorstellungen anderer Kulturen bzw. Religionen exemplarisch vorgestellt werden. Insgesamt liegt eine gelungene Zusammenschau über antike und frühmittelalterliche Szenarien vom Werden und Vergehen der Welt vor, und damit ein guter Ausgangspunkt für eine tiefer gehende Auseinandersetzung.

Daniel von Recklinghausen


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