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Buchrezension

Antike Felsgräber

Stephan Steingräber

Darmstadt: Verlag Philipp von Zabern 2015, 144 S., 154 farb. Abb. und 10 S/W Abb., 29,95 Euro

Das Buch versucht, Felsgräber als herausragende Zeugnisse der antiken Architektur in einem größeren mediterranen Kontext darzustellen. Wie der Untertitel andeutet, liegt der Schwerpunkt allerdings bei den Felsgräbern Südetruriens. Diese werden in klassischer Manier in dreizehn Kapiteln abgearbeitet. Nach der Forschungsgeschichte, Geologie, Topografie und Verbreitung folgen die gesellschaftlichen Hintergründe, die Typologie, Chronologie, die vielfältigen architektonischen Aspekte, das Sepulkralwesen und auch Fragen der Konservierung. Zusätzlich werden noch jüngere Monumente der Region behandelt. Das letzte, inhaltlich kurz abgehandelte Kapitel beschäftigt sich dann mit Felsgräbern und ­Fels­architektur außerhalb Südetruriens. Ausgehend von der Apennin-Halbinsel geht es über das antike Griechenland nach Kleinasien und von dort in den Nahen Osten, nach Nordafrika und schließlich in den Fernen Osten. Eine Zusammenfassung, ein Anhang mit der Beschreibung ausgewählter Nekropolen Südetruriens, einer Bibliografie, einem Glossar und einige Informationen zu Museen, Stätten etc. schließen das Buch ab. Gerade durch das letzte Kapitel wird das gesamte Werk etwas heterogen. Der mediterrane, bis nach China (!) reichende Kontext findet keine sehr tiefergehende Auseinandersetzung. Fazit: Eine Beschränkung auf die etruskischen Felsgräbernekropolen hätte das Buch in einem deutlich helleren Licht erstrahlen lassen.

Dirk P. Mielke


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