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Buchrezension

Die Etrusker

Badisches Landesmuseum Karlsruhe (Hrsg.)

– Weltkultur im antiken Italien

Darmstadt: Theiss Verlag 2017, 400 S., 531 meist farb. Abb., 39,95 Euro

Die Etrusker scheinen 2017 invasionsartig die Alpen überquert zu haben. Nach Ausstellungen in Schaffhausen (s. AiD 6/2017, S. 76) und Frankfurt haben sie sich kurz vor Jahresende auch in Karlsruhe niedergelassen, in Form einer Schau der Superlative, begleitet von einem nicht minder opulenten Katalog. Die rund 400 Objekte – mehrheitlich Leihgaben aus Italien, darunter hochkarätige Preziosen – zeichnen ein umfassendes Porträt dieser ersten italischen Hochkultur und widerlegen das weit verbreitete Klischee vom »geheimnisvollen Volk«. Die Publikation folgt der Schau in ihrer Gliederung: Auf eine Einführung folgen vier chronologisch gereihte Themenblöcke. Die einleitende Würdigung der etruskischen Weltkultur von Giovannangelo Camporeale bildet gleichsam das Vermächtnis des kürzlich verstorbenen Doyens der italienischen Etruskologie. Zahlreiche Aufsätze und kürzere Artikel, verfasst von einem Team aus etablierten sowie auch jüngeren Wissenschaftlern, behandeln alle relevanten Themen der heutigen Etruskologie. Kartenmaterial und äusserst hilfreiche Tabellen ergänzen das auch grafisch beeindruckende Werk. Es lässt nur wenige Wünsche offen; so etwa jenen nach etwas tiefer greifenden Darstellungen des keltisch-etruskischen sowie des nuraghisch-etruskischen Kulturaustauschs. Dennoch, diese Publikation setzt hohe Massstäbe und dürfte bald zu den etruskologischen Standardwerken gehören.

Werner Rutishauser


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