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Buchrezension

Die Etrusker

Friederike Bubenheimer-Erhardt

Darmstadt: Philipp von Zabern 2014, 192 S., 120 farb. Abb., 49,95 Euro

Faszinierend und geheimnisvoll sind die Schlagwörter, mit denen die Etrusker stereotyp charakterisiert und, wie im Falle des vorliegenden Buches, beworben werden. Die auf den ersten Blick gut strukturierten zehn Kapitel des neuen Etruskerkompendiums geben einen Überblick von der Entdeckung über die Landeskunde und den italischen Vorläufern zur eigentlichen Geschichte. Dabei werden der Aufstieg zur Seemacht, die Verhältnisse zu anderen mediterranen Völkern, vor allem zu Rom, sowie der allmähliche Untergang und auch das Nachleben der Etrusker kulturgeschichtlich beleuchtet. Das Buch ist aufwendig gestaltet und mit vielen guten Abbildungen und Karten versehen. Dazu lockern Steckbriefe bedeutender Personen und Sonderseiten zu Spezialthemen den Inhalt auf. Die gute Ausstattung wird durch einen Anhang mit einer Liste von Museen mit etruskischen Sammlungen im deutschsprachigen Raum sowie einem gut gegliederten Literaturverzeichnis und zwei großen Überblickskarten im Vorsatz vervollständigt. Der Text steht jedoch in deutlichem Widerspruch zur Ausstattung: Der Inhalt hat eher den Charakter einer Aufzählung als einer strukturierten Durchdringung des Themas. Kennzeichend sind unter anderem auffällig viele inhaltliche Wiederholungen und unzählige Sätze mit langatmigen ­Aneinan- dereihungen. Auch die Überbetonung der kunstgeschichtlichen ­Aspekte sorgt dafür, dass dieses Werk keinen nachhaltigen Überblick zur Kulturgeschichte der Etrusker bietet, sondern eben noch ein weiteres Etruskerbuch ist.

Dirk P. Mielke


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