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Buchrezension

Die Kunst der Griechen mit der Seele suchend – Winckelmann in seiner Zeit

Friedrich-Wilhelm von Hase (Hrsg.)

Darmstadt: Wissenschaftliche Buchgesellschaft 2017, 144 S., 62 Farb- u. 21 S/W-Abb., 39,95 Euro

Dem Begründer der Klassischen ­Archäologie in Deutschland zu Ehren wurden in Form eines Gedenkbandes zum 300. Geburtstag fünfzehn instruktive Beiträge von Fachgelehrten versammelt, die sich, in ausgewogener Verteilung, knapp und kundig mit Biografie, Werk und Rezeption befassen. Im Zentrum steht, was naheliegt, die Darstellung der Genese des neuen Paradigmas einer »historisch verfassten Kunstwissenschaft«, deren fundamentales Erkenntnisinteresse der durch Symbolanalyse ergänzten Stil- und Formgeschichte der Werke gilt. »Durch die Nachahmung der Alten unnachahmlich zu werden« – gerade vor dem Hintergrund dieser Devise des großen Pioniers erscheint es besonders bemerkenswert, dass auch auf die Auseinandersetzung Winckelmanns mit der »außergriechischen« Kunst der Etrusker, Ägypter, Phönizier und Perser eingegangen wird. – Als Resümee bietet Diamantis Panagiotopoulos einen informativen Überblick zur aktuellen Situation der Klassischen Archäologie, die trotz aller Paradigmenwechsel der jüngeren Zeit dem von Winckelmann gelegten methodischen Grund in einem allerdings recht weiten Sinn ihre wissenschaftliche Substanz verdankt, mehr noch, in seinem Geist das »affektive Verhältnis« zum archäologischen Material neu entdeckt. Eine umfangreiche Bibiografie beschließt den mit zahlreichen Abbildungen großzügig ausgestatteten Band.

Thomas Horst


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