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Buchrezension

Die Zisterzienser – Das Europa der Klöster

LVR-LandesMuseum Bonn (Hrsg.)

Darmstadt: Theiss-Verlag 2017, 368 S., mit 380 farb. Abb., 24,95 Euro

Die Zisterzienser waren einer der einflussreichsten Mönchsorden des Mittelalters. Ihre beinahe 650 Klöster bildeten in Westeuropa vom späten 11. bis zum ausgehenden 13. Jh. ein besonderes Netzwerk, in dem technisches Know-how, Wissen um Architektur und Bautechnik sowie theologische Vorstellungen rasch weiterverbreitet wurden. Die Sakralbauten der Zisterzienser beeindrucken bis heute, die Handschriften aus ihren Skriptorien zählen zu den Glanzpunkten der mittelalterlichen Buchkunst. Gerade die ideelle Geschlossenheit dieses Ordens, seine zentralistische und effektive Organisation verbunden mit großen wirtschaftlichen Erfolgen faszinieren bis heute. Dieser Ausstellungskatalog spürt dieser Faszination nach. Alle Aspekte der aktuellen Forschung zur Kunst der Zisterzienser, ihrer Wirtschaftsweise und vor allem dem Ordensleben werden präsentiert. Die Auswahl der Objekte und die entsprechenden Abbildungen sind von hoher Qualität. Leider lässt sich dies von den Texten nicht sagen, zahlreiche redaktionelle Fehler schmälern den Lektüregenuss. Bei genauerer Betrachtung fragt man sich zudem, wie der Untertitel des Bandes zu verstehen ist: Überwiegend werden Objekte aus den Klöstern am Niederrhein und in Westfalen präsentiert, das wiederholt auftauchende Schlagwort »Der Konzern der weißen Mönche« ist Titel der Dauerausstellung in Kloster Walkenried (das aber eben nicht erwähnt wird). Diese Mängel hat der informative und lesenswerte Band nicht verdient!

Markus C. Blaich


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